«Habe richtig gewonnen»

Di, 07. Sep. 2021

Andreas Döbeli über seine Titelverteidigung am Nordwestschweizer Schwingfest

Andreas Döbeli wollte «nur» einen Kranz holen am Nordwestschweizer Schwingfest in Zunzgen. Jetzt ist ihm die Titelverteidigung gelungen. Er erklärt, wieso ihm dieser Sieg noch mehr wert ist als der vor zwei Jahren.

Im Vorfeld haben Sie bezüglich einer möglichen Titelverteidigung sehr tiefgestapelt. Offenbar zu Unrecht?

Andreas Döbeli: Nein. So etwas kann man nicht planen. Darauf hoffen und alles dafür geben, das sicher. Aber das nötige Wettkampfglück braucht es auch. Und ob man das hat, weiss man nie im Vorfeld.

Sind Sie glücklich darüber, dass Sie diesmal alleiniger Sieger sind?

Auf jeden Fall. Diesmal habe ich den Schlussgang gewonnen. Nur schon das weckt andere Emotionen, als wenn man beispielsweise im letzten Gang stellt. Aber es ist auch etwas anderes als ein Co-Sieg. Ich meine, vor zwei Jahren klassierte ich mich im Rang 1b. Das fühlt sich irgendwie nicht so wie ein richtiger Sieg an. Jetzt habe ich richtig gewonnen (lacht).

Sie haben Patrick Räbmatter zum ersten Mal bezwungen. Waren Sie wegen Ihrer Bilanz gegen ihn im Vorfeld des Schlussgangs nervös?

Eigentlich nicht, nein. Ich habe schon mehrmals gut gegen Räbmatter geschwungen. Oft waren es dumme Niederlagen. Diesmal war ich geduldig und habe auf meine Chancen gewartet. Der Plan ist aufgegangen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Gedanken, dass ich ihn nicht bezwingen könnte.

Gegen Kilian Wenger haben Sie gestellt. Wie war es, gegen einen Schwingerkönig anzutreten?

Es war mein Ziel, gegen ihn zu stellen. Ich hatte einen guten Start in das Schwingfest und wollte deshalb für mein Notenblatt und den Verband nichts riskieren. Auch da ist der Plan gut aufgegangen.

War das der wichtigste Gang für Sie, neben dem Schlussgang?

Ja, und der erste Gang natürlich auch. Es ist immer unglaublich wichtig, gut in den Wettkampf zu starten. Und zu Beginn konnte ich mit René Suppiger gleich einen Eidgenossen bezwingen. Das gibt natürlich Selbstvertrauen.

Wie haben Sie den Sieg gefeiert?

Wir sind nach dem Fest zurück ins Freiamt gekommen und haben in Sarmenstorf noch am Jungwachtsfest vorbeigeschaut und dort noch ein wenig gefestet. Ein solcher Sieg muss natürlich würdig und ausgiebig gefeiert werden. Das gehört sich so. (lacht). --jl

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