«Klein, fein und persönlich»

Di, 26. Mai. 2020
Im Jubiläumsjahresbericht sind viele Erinnerungen aus der Geschichte des Trägervereins ersichtlich. So sinnieren auch Josef Füglistaler (links), Präsident des Trägervereins Bünzpark, und sein Vorgänger Werner Müller über den Bünzpark. Bild: zg

Positives Jahr für den Bünzpark in Waltenschwil

Am 21. April 2010 wurde der Trägerverein Bünzpark gegründet. Für das Jubiläum wurde ein spezieller Jahresbericht verfasst. Personen kamen zu Wort, die den Bünzpark in den vergangenen zehn Jahren mitgeprägt haben.

Ende April hätte die Jubiläumsmitgliederversammlung stattfnden sollen. Wegen dem Coronavirus musste der Anlass abgesagt werden. Der Trägerverein Bünzpark hat sich entschieden, die statutarischen Abstimmungen briefich oder online durchzuführen. Einsicht in den schön gestalteten Jahresbericht gab es trotzdem. Und aus diesem sind viele Erinnerungen aus der Geschichte des Trägervereins ersichtlich. So erinnern auch Josef Füglistaler, Präsident des Trägervereins Bünzpark, und sein Vorgänger Werner Müller an die Entstehung und die Entwicklung des Alters- und Piegeheims in Waltenschwil. Sie bezeichnen ihn unter anderem als «klein, fein und persönlich». Das Jahr 2019 sei ein positives Jahr gewesen, berichtet Josef Füglistaler weiter. Highlight war sicher der Start der zweiten Bauetappe. «Wegen den Auswirkungen von Corona sind wir nur leicht im Rückstand gegenüber dem Zeitplan», so Füglistaler. --sab


Im gleichen Sinne in die Zukunft

Jahresbericht des Trägervereins Bünzpark

Das vergangene Jahr war für den Trägerverein Bünzpark sehr positiv. Wegen Corona konnte über die Geschäfte nicht persönlich an einer Mitgliederversammlung informiert werden. Dafür wurde schriftlich abgestimmt.

Sabrina Salm

Am 21. April 2010 wurde der Trägerverein Bünzpark gegründet. Für das Jubiläum wurde ein spezieller Jahresbericht verfasst. Personen kamen zu Wort, die den Bünzpark in den vergangenen zehn Jahren mitgeprägt haben. So erinnern auch Josef Füglistaler, Präsident des Trägervereins Bünzpark, und sein Vorgänger Werner Müller an die Entstehung. «Der Bünzpark ist eine grossartige Einrichtung und aus Waltenschwil nicht mehr wegzudenken», «ein Nebeneinander von verschiedenen Generationen» oder «Pfege bei Bedarf im Dorf», so beschreiben Werner Müller und Josef Füglistaler den Bünzpark. «Klein, fein und persönlich» oder «lebenswert und lebensnah» sind ebenfalls Stichworte, welche die beiden nennen.

Den Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt ein Zuhause innerhalb des Dorfes bieten zu können, dieser Wunsch keimte in Waltenschwil vor etwas mehr als 20 Jahren. Zu dieser Zeit konnte die Gemeinde Waltenschwil damals ein Grundstück an der Bünz zu fairen Konditionen erwerben. Fast zeitgleich wurde die Gemeinde mit einem Legat von zwei Millionen Franken durch die Hans und Isabelle Isler-Käppeli Stiftung bedacht. Allerdings in beiden Fällen mit der Aufage, etwas für die ältere Generation zu bauen. «Ein unglaublicher Gemeinschaftsgeist herrschte damals», sinnieren Werner Müller und Josef Füglistaler im Jahresbericht. «Wir haben immer auf das gemeinsame Ziel hingearbeitet, eine Pfegewohngruppe und 20 altersgerecht konzipierte Wohnungen zu bauen», so Werner Müller. Er führt aus, dass sie mit dem Reusspark in Niederwil zudem einen Partner gefunden hätten, mit dem sich die Zusammenarbeit in grossartiger Weise bewährt. Für den aktuellen Präsidenten des Trägervereins Bünzpark, Josef Füglistaler, steht fest: «Ich wünsche mir, dass der Trägerverein noch mindestens 100 Jahre besteht.»

Sämtliche Anträge genehmigt

Ende April hätte die Jubiläumsmitgliederversammlung stattfnden sollen. Wegen der Coronasituation musste der Anlass abgesagt werden. Der Trägerverein Bünzpark hat sich entschieden, die statutarischen Abstimmungen briefich oder online durchzuführen. An der Abstimmung haben 45,2 Prozent der Mitglieder (aktuell 232 Mitglieder) teilgenommen. Brieflich waren es 13,6 Prozent und online 31,6 Prozent. Bei der Online-Abstimmung waren 3 Ungültige dabei. Sämtliche Anträge wurden einstimmig genehmigt.

«2019 war für den Trägerverein ein sehr positives und intensives Jahr», sagt Josef Füglistaler. «Einmal mehr durften wir auch für unsere Pfegewohngruppe viele lobende Worte entgegennehmen, die wir natürlich auch gerne dem Pfegeteam unter Leitung von Kajal Dutta weitergeleitet haben», berichtet der Präsident. Nicht vergessen möchte er die «guten Seelen vom Bünzpark», die Familie Krasniqi, welche seit April im Bünzpark wohnt und den Hausdienst bei den Mietwohnungen übernommen hat. Ein Höhepunkt sei natürlich der Start der zweiten Etappe Bünzpark gewesen, erwähnt Josef Füglistaler. Die getroffenen Schutzmassnahmen der beteiligten Unternehmen ermöglichten die Weiterführung trotz der Coronakrise. «Ein kleiner Rückstand zum geplanten Zeitplan hat sich trotzdem ergeben», teilt er mit. «Den geplanten Bezugstermin im Oktober 2020 werden wir aber einhalten können, sofern nicht weitere Einschränkungen erfolgen.»


Bettenbelegung von 97 Prozent

Jahresrechnung und Budget 2020

Die Pfegewohngruppe erzielt seit Jahren eine Bettenbelegung, die über dem Durchschnitt liegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 97 Prozent erreicht. Zusammen mit einem strikten Kostenmanagement wird der erzielte Verlust auf einem moderaten Niveau gehalten. «Dieser beträgt im Jahr 2019 minus 45 692 Franken», berichtet Daniel Bulgheroni vom Ressort Finanzen des Trägervereins. Per Ende Jahr teilten sich 16 Mitarbeitende 10,2 Stellen für den Betrieb der Pfegewohngruppe. Bei der Liegenschaftsrechnung resultiert ein Gewinn von 34 543 Franken.

Der Verein verzeichnete neben den üblichen Mitgliederbeiträgen einen erfreulich hohen Spendeneingang. Auf der anderen Seite war der Verwaltungsaufwand bedeutend grösser als erwartet. Der Verein wird durch eine Defzitgarantie der Gemeinde Waltenschwil gestützt. In der Rechnung 2019 wurden dafür 10 000 Franken eingerechnet. Der Verein erwirtschaftete ein Ergebnis von 11 310 Franken. Die konsolidierte Rechnung über alle drei Bereiche ergibt einen Gewinn von 161 Franken. Die Veränderungen in der Gesamtbilanz sind auf die Bauaktivitäten zurückzuführen.

Das Budget 2020 rechnet mit einem Aufwand von 2 199 967 Franken und einem Ertrag von 2 194 444 Franken. Der budgetierte Aufwandüberschuss beträgt somit 5523 Franken. Der Tarif für Betreuung wird um 5 Franken pro Tag reduziert. Dies aufgrund der Erhöhung der Pfegenormkosten im Zusammenhang mit dem Bundesgerichtsurteil vom Sommer 2018, welches besagt, dass den Pfegeheimen die gesamten für die Pfegeleistungen entstehenden Kosten vergütet werden müssen.

Die budgetierte Bettenbelegung beträgt 96 Prozent. Bei der Budgetierung wird von einem Leerwohnungsbestand von durchschnittlich zwei Wohnungen ausgegangen. --sab


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