Überraschender Abgang

Fr, 20. Nov. 2020

Handball, 2. Liga: Stefan Konkol ist nicht mehr Trainer des HC Mutschellen

Unter Stefan Konkol gelang der Aufstieg in die 1. Liga und der HC Mutschellen war mit seiner Arbeit zufrieden. Nun verlässt er die 1. Mannschaft per sofort. «Aufgrund der Überbelastung im Beruf» heisst es offiziell. Doch es steckt mehr dahinter.

Stefan Sprenger

Letzte Woche teilte Stefan Konkol den Verantwortlichen mit, dass er ab sofort nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehen wird. In der Medienmittteilung heisst es: «Stefan Konkol begründete seine Entscheidung mit der aktuellen Überlastung im Beruf und der Unvereinbarkeit seiner zeitlichen Ressourcen mit den sportlichen Ambitionen und Anforderungen beim HC Mutschellen». Solch ein Abgang mitten in der (Corona-)Saison wirft aber Fragen auf.

Lob von allen Seiten

Besonders, weil der Verein mit seiner Arbeit zufrieden war. Präsident Pitsch Müller sagt: «Er besitzt das A-Diplom und seine Arbeit war stets hervorragend.» Captain und Kreisläufer Pascal Baur findet: «Ich habe nur lobende Worte übrig für ihn. Er war stets ein hochprofessioneller Trainer. Konkol ist ein Taktiker, hat uns immer bestens auf den Gegner eingestellt, hat immer offen und transparent kommuniziert und alles rund um das Team bestens organisiert.»

Stefan Konkol übernahm in der Saison 2017/18 das Team in der 2. Liga und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die 1. Liga. «Die Mannschaft hat sich unter seiner Führung sehr gut entwickelt und den Übergang zum Leistungssport eingeleitet», schreibt der HC Mutschellen in seiner Medienmitteilung. Mutschellen stieg aber wieder in die 2. Liga ab und wurde dann oft als Aufstiegsfavorit gehandelt, jedoch fehlte dem Team die nötige Konstanz, um an der Spitze mitzumischen.

Ziel NLB bleibt bestehen

Die «Überbelastung im Job» sei der Grund für den sofortigen Rücktritt. Doch es steckt mehr dahinter. In der Mannschaft heisst es, Konkol erreichte die Spieler nicht mehr. Präsident Pitsch Müller sagt: «Es gab zweieinhalb Gründe für den Rücktritt.» Einerseits ist der Sekundarschullehrer beruflich eingespannt. Andererseits erwartet seine Frau das zweite Kind, «was ihn zusätzlich sehr eingespannt hat», so Müller weiter. Der Präsident gibt zu: «Wie in jeder Partnerschaft gibt es gewisse Abnützungserscheinungen, das ist aber nicht der Grund für seinen Abgang.»

Der HC Mutschellen will in die 1. Liga zurück. Das Ziel, irgendwann in der Burkertsmatthalle in der Nationalliga B zu spielen, bleibt bestehen. «Und für diese Ziel braucht es einen Trainer, der zu 100 Prozent dabei sein kann. Bei Stefan Konkol war das nach seiner Aussage leider nicht mehr der Fall», so Müller. Streit habe es aber nicht gegeben. «Konkol wird dem Verein im Nachwuchsbereich erhalten bleiben», so Müller weiter. Stefan Konkol möchte sich nicht weiter äussern und verweist auf die Informationen in der Pressemitteilung.

Külling und Milosevic übernehmen

Für diese Saison übernehmen die bisherigen Assistenten die Geschicke des HC Mutschellen. Dies sind Jochen Külling und Alex Milosevic, der auch Nachwuchsverantwortlicher ist. Mit Milosevic hat man einen erfahrenen Mann für diese Übergangslösung.

Neuer Trainer noch im Jahr 2020

«Die Trainersuche beim HC Mutschellen werden wir schnellstmöglich in Angriff nehmen», wie Pitsch Müller erklärt. «Aber wir müssen uns die Zeit nehmen für diese Entscheidung. Das Ziel ist, den neuen Trainer noch in diesem Jahr vorzustellen. Allerdings würde dieser erst ab Saison 2021/22 übernehmen.» Übrigens: In dieser Saison war geplant, dass Mutschellen in die 1. Liga zurückkehrt. Auch wegen Corona ist dies unklar. Das Ziel NLB bleibt aber der Traum der Mutscheller. «Wir nennen aber kein Jahr. Wir haben einen längerfristigen Plan, den wir verfolgen», so Präsident Pitsch Müller.

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