Altes Handwerk hat zu kämpfen

Di, 21. Jul. 2020

Annemarie Keusch, Redaktorin.

Kunstschmiede – sie sind eine aussterbende Spezies. Das sagt auch Fachmann Richard Erni, der seit über drei Jahrzehnten diesem komplexen Handwerk nachgeht. Immer weniger Leute leisten sich ein von Hand gefertigtes Gartentürchen. Doch Erni betont, dass seine Auftragslage über all die Jahre gut gewesen sei. Gutes Handwerk ist gefragt, nach wie vor, auch wenn günstigere Alternativen immer mehr auf dem Vormarsch sind.

Das Problem der aussterbenden Kunstschmiede ist ein anderes. Der Nachwuchs fehlt. Ans Aufhören oder zumindest ans Kürzertreten denkt Richard Erni schon länger. Aber seine Werkstatt und seine Kunden einfach im Stich lassen, das will er nicht. Erni sucht eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Nur, Kunstschmiede werden kaum mehr ausgebildet, leider. Aber auch wenn das schade ist, entspricht es dem Lauf der Zeit. Kunstschmied ist nicht der erste und wird nicht der einzige Beruf sein, der in den nächsten Jahrzehnten fast ausstirbt. Küfer und Gerber lassen grüssen.

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