Ausgepowert in Solla

Di, 30. Mär. 2021
Nils Leutert (oben, gegen Einsiedelns Kay Neyer) ging in Bulgarien an seine Grenzen und darüber hinaus. Bild: Archiv/jl

Nils Leutert am «Petki Sirakov – Ivan Iliev»-Turnier in Bulgarien

Die Ringer-Zwillinge Nils und Nino Leuter besuchen in den letzten Wochen mit dem Schweizer Nationalteam zahlreiche Trainingslager und Turniere im Ausland. Während sich Nino wegen einer Verletzung am Schlüsselbein geschont hat, startete Nils Leutert in Sofia am «Petki Sirakov – Ivan Iliev»-Turnier.

Das Turnier in Bulgarien wurde wegen der Coronapandemie kurzfristig von Burgas an der bulgarischen Goldküste in die Hauptstadt Sofia verlegt. «Vielleicht wäre es in Burgas etwas wärmer gewesen. In Sofia ist es recht kühl», sagt Nils Leutert lächelnd.

Zuerst knapp, dann Schulterniederlage

Ob ihm das Turnier unter diesen Umständen besser gelaufen wäre? Mit der Leistung im kühlen Sofia ist der Ringer jedenfalls nicht zufrieden.

Im ersten Kampf in der Kategorie Freistil bis 57 kg schlug sich Leutert gegen einen einheimischen Ringer wacker. Kurz vor Schluss lag der Freiämter gegen den Bulgaren mit 9:10 zurück, musste dann aber eine Schulterniederlage wegstecken. «Mir ist plötzlich die Energie ausgegangen. Die letzten zwei Minuten des Kampfes ging ich auf dem Zahnleisch. Es war extrem ungewöhnlich. Denn vor dem Kampf habe ich mich sehr fit gefühlt.»

Abszess und Gewichtsverlust

Leutert erklärt sich den plötzlichen Energieverlust dadurch, dass die Vorbereitung nicht optimal verlief. «Ich hatte am Oberarm einen Pickel. Zunächst habe ich mir nichts dabei gedacht. Der wurde aber immer grösser und hat sich zum Abszess entwickelt, der dann beim A rzt aufgeschnitten werden musste», erklärt der Ringer. Die letzte Woche vor dem Turnier konnte er dadurch nicht richtig trainieren. «Und dann ging es in die Phase, wo ich an Gewicht abnehmen musste, um in dieser Klasse starten zu können. Ich denke, dass sich das negativ auf die Kondition ausgewirkt hat.»

Leutert war nach dem ersten Duell so ausgepowert, dass er auf den zweiten Kampf – ebenfalls gegen einen bulgarischen Ringer – verzichten musste. Leicht niedergeschlagen vom Ergebnis des Turniers ist Nils Leutert gestern Montag aus Bulgarien zurückgekehrt. Für ihn und seinen Bruder geht es demnächst weiter, mit einem Trainingslager in Polen. --jl

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