Bekannt wurde er durch seine Moderationsarbeit für das Radio. Schweizweit berühmt und zum viralen Hit im Internet wurde Stefan «Büssi» Büsser durch YouTube. Im Kantiforum Wohlen präsentierte der Komiker am vergangenen Donnerstag sein neustes Programm «Masterarbeit».

«Es gibt wohl weltweit niemanden, der mehr Bachelorarbeiten verfasst hat als ich», kommentiert Büssi seine Best-Of-Videos, in denen er zu den «Bachelor»-Sendungen von 3+ seinen Senf dazu gibt. Er leiste damit seinen eigenen Service public, denn «ihr müsst dank mir nur noch die Best-Ofs schauen, und die Sendung in voller Länge bleibt euch erspart.» Auf die Frage, ob auch einmal Best-Ofs zur Sendung «Bauer, ledig, sucht» erscheinen würden, antwortete er: «Der Bachelor ist Trash-TV, bei dem es den Akteuren nicht schadet, wenn ich mich über sie lustig mache. Wer bei ‹Bauer, ledig, sucht› mitmacht, hat reale Hoffnungen, und deshalb mache ich dazu keine Best-Ofs. Wenn die Bachelor-Frauen aber nicht zu ihren 250 Franken pro erhaltener Rose kommen und heulen, dann kommentiere ich noch so gerne.»
Nach einer Abhandlung über den Bachelor setzte sich Büsser mit dem Bildungssystem auseinander. Prüfungsantworten und Vorschläge zur Unterrichtsverbesserung gehören da natürlich dazu. Die Beziehung zwischen Schweizern mit Migrationshintergrund und den «Bünzlis» auf dem Schulhof erklärte Büsser: «Heutzutage sind besonders beim Völkerball die Schweizer schlecht dran, denn als Neutrale müssen sie mit allen Mitspielern bilaterale Abkommen aushandeln.»
Rund 400 Zuschauer lockte der Zürcher am vergangenen Donnerstagabend in die Kantonsschule Wohlen, wo er im Kantiforum auftrat. Obschon mehrheitlich Jugendliche in den Reihen sassen – die schliesslich auch Büssis Hauptzielgruppe darstellen – fand sich ein gut durchmischtes Publikum aus allen Alterskategorien ein.

Text und Bild: Philippe Knecht

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 13. März