Das Sportareal aufwerten
09.06.2026 Region Oberfreiamt, Merenschwand«Gmeind» in Merenschwand am Montag, 15. Juni, 19 Uhr
Ein neuer Mehrzweckraum und die Sanierung der Schwanenstrasse – das sind die zwei kostenintensivsten Traktanden an der «Gmeind» in Merenschwand.
Annemarie Keusch
...«Gmeind» in Merenschwand am Montag, 15. Juni, 19 Uhr
Ein neuer Mehrzweckraum und die Sanierung der Schwanenstrasse – das sind die zwei kostenintensivsten Traktanden an der «Gmeind» in Merenschwand.
Annemarie Keusch
Langfristig wird der Aussengeräteraum den Bedürfnissen nicht gerecht. An den Spieltagen betreibt der Fussballclub seinen Verpflegungsstand provisorisch aus ebendiesem Aussengeräteraum. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes und der 100-Meter-Laufbahn, ist dreigeteilt und wird als Lager der Gemeinde sowie als Lager für Vereine genutzt. In der Einladungsbroschüre zur «Gmeind» hält der Gemeinderat aber fest: «Heute fehlt ein geeigneter Raum, der von den örtlichen Vereinen und der Schule flexibel genutzt werden kann.» Auch darum hat sich der Gemeinderat mit der Idee einer Aufstockung des bestehenden Aussengeräteraums auseinandergesetzt. Verschiedene Varianten seien geprüft worden. Und der Gemeinderat betont: «Eine Aufstockung zum Mehrzweckraum kommt nicht nur dem Fussballclub zugute, sondern schafft einen klaren Mehrwert für die gesamte Gemeinde.»
FC beteiligt sich an den Kosten
Der neue Raum soll allen Vereinen zur Verfügung stehen. Zudem könne er für den Sportunterricht sowie als Gruppenraum für die Schule genutzt werden. «Damit entsteht eine Aufwertung des gesamten Sportareals für jegliche Anlässe», ist der Gemeinderat überzeugt. Hauptnutzer werde indes der Fussballclub sein. Dieser beteiligt sich entsprechend mit einem Betrag von 200 000 Franken über einen Zeitraum von zehn Jahren an den Baukosten «und leistet damit einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Realisierung des Projekts». Im Gegenzug erhalte der FC an Spieltagen das Vorrecht für die Reservation des Raumes. Der Raum bleibe aber im Eigentum der Einwohnergemeinde. 602 000 Franken beantragt der Gemeinderat an der «Gmeind» für dieses Projekt. 556 500 Franken kostet dabei das Gebäude, 22 000 Franken kommen für die Betriebseinrichtungen dazu. Die 200 000 Franken vom Fussballclub sind an diesen Kosten noch nicht abgezogen.
Zudem plant der Gemeinderat, total 963 000 Franken für die Sanierung der Schwanenstrasse auszugeben – 358 000 Franken für die Strasse, 153 000 Franken für die Strassenbeleuchtung und 452 000 Franken für die Abwasserleitung. Unter anderem wird der bisherige Belag vollständig entfernt und durch einen neuen, zweischichtigen Belag ersetzt. Wo erforderlich, werde zusätzlich die Fundationsschicht ersetzt, damit die Tragfähigkeit der sanierten Strasse gewährleistet sei. Es gibt zudem eine neue Guss-Wasserleitung und diese wird in der öffentlichen Strasse verlegt. Neue Hydranten stellen den Löschschutz sicher.
Laut Zeitplan sollen die Arbeiten zirka im November beginnen und werden bis nächsten April oder Mai dauern. Vorausgesetzt sind natürlich die Zusagen an der «Gmeind».
Neues Grundwasserpumpwerk?
Ortsbürger-«Gmeind» Merenschwand morgen Mittwoch
Das Wasser ist in Merenschwand immer wieder Thema. In den letzten Jahren wurden mehrere Projekte zur Verbesserung der Versorgungssicherheit realisiert: Leistungserhöhung Grundwasserpumpwerk Unterrüti, Netzverbund zwischen den Ortsteilen Benzenschwil und Merenschwand, Netzverbund mit der Wasserversorgungsgenossenschaft Muri. Zudem wurde mit Muri auf Anfang 2024 ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag für die Lieferung von zusätzlichen 500 Kubikmetern Wasser vereinbart. Nur muss mittelfristig davon ausgegangen werden, dass Muri das Wasser selber braucht oder andere Wasserversorgungen aus der Region auf diese Reserven zurückgreifen müssen.
Eine neue Grundwasserfassung wird darum angestrebt. «Um die Trinkwasserversorgung für die nächste Generation sicherzustellen», heisst es in der Broschüre zur «Gmeind». Vor zwei Jahren lehnte der Kanton zwei mögliche Standorte ab. Ende letzten Jahres folgte darum eine Standortevaluation. «Von sechs geprüften Standorten konnten die beiden Standorte ‹Rotlaub› und ‹Grossmoos› als klare Favoriten definiert werden», schreibt der Gemeinderat. Nun sollen hydrogeologische Untersuchungen mehr Erkenntnisse liefern – zuerst mit Fokus auf den Standort «Rotlaub». Erst wenn die Resultate nicht zufriedenstellend sind, soll der Standort «Grossmoos» genauer untersucht werden. Unter anderem gehören Wasserproben und ein drei- bis vierwöchiger Langzeitpumpversuch zu diesen Untersuchungen. Die Ortsbürger entscheiden über die 250 000 Franken für diese hydrogeologischen Vorabklärungen. Laut Terminplan dauern diese bis Ende April. Dann könnte ein Vorprojekt für ein neues Grundwasserpumpwerk in Angriff genommen werden.
--ake
Die Traktanden
Die Einwohner-«Gmeind» findet am Montag, 15. Juni, 19 Uhr, in der Mehrzweckhalle der Schulanlage Zürichstrasse statt.
Das sind die Traktanden:
1. Protokoll.
– 2. Rechenschaftsbericht.
– 3. Einbürgerung von Francesco Ornorati.
– 4. Sanierung Schwanenstrasse: a) 358 000 Franken für die Strassensanierung, b) 153 000 Franken für die Strassenbeleuchtung, c) 452 000 Franken für die Kanalisation.
– 5. 85 000 Franken für den Ersatz der Strassenbeleuchtung in der Hagnau.
– 6. 602 000 Franken für den Bau eines Mehrzweckraumes. – 7. Jahresrechnung. – 8. Zwei Vorfinanzierungen für das Schulgebäude A/B und das Schulgebäude F. – 9. Verschiedenes.
Die Ortsbürger-«Gmeind» findet am Mittwoch, 10. Juni, 19 Uhr, in der Waldhütte Galgenholz statt. Die Traktanden: 1. Protokoll. – 2. Rechenschaftsbericht. – 3. 292 000 Franken für den Wasserleitungsersatz Schwanenstrasse. – 4. 455 000 Franken für den Wasserleitungsersatz Winterschwilerstrasse und Vorderfeld Benzenschwil. – 5. 592 500 Franken für den Ersatz und die Verlegung der Wasserleitung in der Hagnau. – 6. 250 000 Franken für die hydrogeologischen Vorabklärungen für ein neues Gemeindewasserpumpwerk. – 7. Jahresrechnung. – 8. Verschiedenes.

