Mit Fragen um das Menschsein befasst sich der ehemalige Murianer Hausarzt und Rheumatologe Dr. Urs Pilgrim auf Einladung von Info 60+. Er zeigt auf, warum im Menschen viel Tierisches steckt.

Er hätte auch einen anderen Beruf wählen können. Psychiater, Theologe und Priester habe er ebenfalls in Erwägung gezogen. Dann aber entschied sich Urs Pilgrim doch fürs Medizinstudium, eine Berufsrichtung «mit einer klaren Basis», wie er im Gespräch festhält.
Er ist bis heute fasziniert von der Kombination von Naturwissenschaft und Kunst, dieser Verbindung, welche den Arztberuf ausmacht. Hier die Naturwissenschaft – das Wissen, die Fakten, die man weitgehend beweisen kann. Dort die Kunst – das dem Geist und der Fantasie Entspringende, das Märchenhafte, Mythische, das Religiöse, das nicht gemessen, nicht in eine Formel gefasst werden kann.
Hausarzt und Rheumatologe
Als Jüngster von drei Kindern wuchs der heute 72-jährige Urs Pilgrim in Muri zusammen mit einer Schwester und einem Bruder auf. Nach der Matura an der Stiftsschule Engelberg studierte er Medizin an den Universitäten Basel und Zürich, wo er 1972, gemeinsam mit seiner späteren Frau Heidi, auch promovierte. Nach der Weiterbildung zum Rheumatologen und Anstellungen an mehreren Spitälern, eröffnete er zusammen mit seiner Frau 1980 in Muri eine Hausarztpraxis, die er über die Pensionierung hinaus noch einige Zeit mit reduziertem Pensum führte.

Text und Foto: Thomas Kron

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 10. April.