Mit Claudia Züttel wurde eine kompetente Nachfolgerin gefunden, um das bestehende Team nach der Pensionierung von Doris Streit zu ergänzen. Die Veränderungen in der Mütter- und Väterberatung Muri sind nicht nur personeller Natur. Die erweiterten und freundlichen Räumlichkeiten werten das Angebot für
ratsuchende Eltern auf.

Die Mütter- und Väterberatung (MVB) ist ein kostenloses Angebot für Eltern und Betreuungspersonen mit Kindern von 0 bis 5 Jahren. Die Beratung im Bezirk Muri stellen Claudia Züttel, Brigitte Hurst und Simone Kalt sicher, Priska Kaufmann springt ein für Vertretungen. Sie haben die siebzehn betreuten Gemeinden untereinander aufgeteilt, in denen sie einmal monatlich auf Anmeldung zur Verfügung stehen. Daneben gibt es Heim- oder Telefonberatung sowie auch eine offene Beratung, die jeden Montagmorgen in Muri stattfindet und wo jeder unangemeldet einfach vorbeikommen darf.
Zuhören und den Rücken stärken
In den vertraulichen Gesprächen dreht sich dann alles um die Fragen und Sorgen der Mütter und Väter. Stillen, Ernährung, Pflege, Entwicklung und Erziehung der Kleinen bergen einiges an Unsicherheiten, welche die erfahrenen Pflegefachfrauen und Mütterberaterinnen mit ihren Hilfestellungen zu klären wissen. «Die Fragen oder Schwierigkeiten sind so individuell wie die Familien selber. Beim ersten Kind kann es darum gehen, erst mal die Wahrnehmung zu schulen und die Zeichen des Babys richtig zu interpretieren. Beim zweiten Kind tauchen vielleicht Zweifel auf, ob man beiden gerecht werden kann», nennt Claudia Züttel Beispiele aus der Praxis. Häufig helfe schon, wenn einfach jemand Zeit habe, zuhöre und den Rücken stärke. Die MVB geht auch aktiv auf Eltern zu. Beim ersten Kind versucht sie, einen persönlichen Kontakt herzustellen, um auf das von den Gemeinden finanzierte Angebot hinzuweisen.

Text und Bild: Silvia Langenbacher

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 13. März