Doch noch ein glückliches Ende

Fr, 26. Jun. 2020
Scharbild mit Kindern, Leitungsteam und Küchenteam aus dem letzten Sommerlager im bernischen Kallnach unter dem Motto «Götter im Olymp». Bilder: zg

Die Jungwacht und der Blauring Muri stehen vor einem etwas anderen Lager

Lange sah es nicht so aus, dass die Jungwacht und der Blauring diesen Sommer ins Lager gehen könnten. Dann kamen die Lockerungen. Aber es kam auch die Absage für den Lagerplatz im Kanton Thurgau. Nun steht das Sommerlager vor der Tür. Am 4. Juli gehts los. Wohin, das verraten die Verantwortlichen nicht.

Annemarie Keusch

Es wird eher frisch. 1200 Meter über Meer und im Kanton Graubünden. Das ist das Einzige, was die Lagerleiter verraten. Genauer Ort und Motto bleiben geheim. In letzter Minute fanden die Jungwacht und der Blauring doch noch einen Lagerplatz. Stressig waren die letzten Wochen. «Mit den geforderten Hygienemassnahmen ist eine noch sorgfältigere und aufwendigere Planung des Lagers nötig», weiss Jana Berrocoso. Sie ist Leiterin im Blauring Muri und war auch schon in eine Lagerleitung involviert. «Aber wir sind primär einfach froh und glücklich, dass wir überhaupt ins Sommerlager gehen können.»

Und so wie den Leiterinnen und Leitern scheint es auch den Kindern zu gehen. Stand gestern Nachmittag sind 110 angemeldet, laut Jana Berrocoso leicht mehr als in den beiden Vorjahren. «Das zeigt, dass die Eltern keine Angst haben, dass das Virus im Lager ein Problem sein könnte.» Aber natürlich, das Virus wird im Sommerlager zu spüren sein. «Wir werden das Lager verantwortungsvoll und sicher durchführen können», sind Blauring und Jungwacht optimistisch. Zusätzliches Hygienematerial wird organisiert, es gibt mehr Stationen, wo sich Kinder und Leiter regelmässig die Hände waschen können.

Alle Anlässe abgesagt

Hinter der Jungwacht und dem Blauring liegen bewegte Wochen und Monate. Von Mitte März bis Anfang Juni fanden nicht nur keine Gruppenstunden statt. Vorzu wurden Anlässe abgesagt, zuerst der Skitag, dann das Palmbasteln und der Palmgottesdienst, das Osterhasenbacken und der Osterhasenverkauf der Blauringleiterinnen, das Märtbeizli und der Grillstand am Maimarkt, die Papiersammlung und dann schweren Herzens auch das Pfngstweekend. Die Leiterinnen und Leiter haben sich trotz allem bemüht, den Kontakt zu den Kindern und Eltern nicht zu verlieren. Bastel- und Backtipps, virtuelle Gruppenstunden oder eine neue Ausgabe der Scharzeitung «Chorzschloss» konnten die realen Gruppenstunden aber nicht ersetzen.

Das sagt auch Leiterin Jana Berrocoso. «Mir hat ein grosser Teil gefehlt. Erst, wenn man den Verein nicht mehr hat, merkt man, wie wichtig er einem ist.» Ihr fehlte der Kontakt zu den Kindern, auch zu den anderen Leiterinnen, aber auch einfach das Zusammensein, das gemeinsame Planen, «einfach alles».

Vom Thurgau in den Kanton Graubünden

Bis im Juni sassen der Blauring und die Jungwacht Muri im Ungewissen. Eine Entscheidung, ob ein Sommerlager stattfnden kann oder nicht, konnte nicht gefällt werden. Erst die bundesrätlichen Lockerungen und das Schutzkonzept der Bundesleitung brachten Klarheit. «Das Konzept enthält keine Massnahmen, die ein Lager allzu stark einschränken würden», halten die beiden Organisationen fest. Jana Berrocoso gesteht, dass zwischenzeitlich ein Alternativprogramm in Erwägung gezogen wurde – ohne Übernachtungen. «Zum Glück können wir das Sommerlager nun durchführen.»

Zu Ende war die Unsicherheit damit aber noch nicht. In den Kanton Thurgau sollte es eigentlich gehen diesen Sommer. Dort unterliegen die Lagerplätze aber strengen Aufagen. Das Forstamt des Kantons entscheidet darüber, ob das Lager die Kriterien erfüllt oder nicht. Eine Bewilligung blieb aus, da die Anträge aufgrund der Coronakrise nicht bearbeitet wurden und das Forstamt anschliessend zu wenig Zeit gehabt hätte, die Aufagen zu prüfen. Kurzfristig musste ein anderer Lagerplatz gesucht werden. Fündig wurden Jungwacht und Blauring. Wo, das sagen die Lagerleiterinnen und -leiter nicht. Nur so viel: «Wir sind zuversichtlich, dass das Sommerlager auch dieses Jahr den Kindern und Leitenden viel Freude bereiten wird. Nach dieser Zeit mit eingeschränkten sozialen Kontakten schätzen wir es umso mehr.»

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