Ein stürmisches Jahr

Fr, 04. Jun. 2021
Bei der letzten «Waldputzete» half auch Hanspeter Frey, Präsident der Ortsbürgergemeinde Muri (links), mit, den Wald von Sturm- und Käferholz zu säubern. Bild: Archiv

Am Freitag, 11. Juni findet die Ortsbürgergemeindeversammlung statt

An der Versammlung steht die Rechnung 2020, die mit 92 000 Franken positiv ausfällt, zur Genehmigung an. Der Forstbetrieb ist wie schon in den vergangenen Jahren mit einer Übernutzung konfrontiert.

Susanne Schild

Die Ortsbürgergemeinde Muri hat seit 2020 eine eigene Homepage. Unter www.ortsbuergermuri.ch kann unter anderem das Forsthaus Tannenlaube online gebucht werden. Die Tannenlaube verzeichnet in diesem Jahr einen Verlust von 46 000 Franken. 2019 belief sich dieser lediglich auf 2000 Franken. Dennoch fällt das Jahresergebnis mit 92 000 Franken positiv aus. Auch im Rebbau konnte mit 2500 Franken ein Gewinn erzielt werden.

Das Jahr 2020 startete mit verschiedenen Stürmen. Im Frühling bis Sommer breitete sich der Borkenkä- fer wieder aus. Jedoch nicht in solchen Ausmassen wie im Vorjahr. Daraus resultierte wieder eine Übernutzung wie in den vergangenen Jahren. Wieder musste mehr Holz genutzt werden, als nachwächst.

Davon bestand die ganze Nutzung 2020 aus sogenannten Zwangsnutzungen, 45 Prozent waren Sturmholz, weitere 45 Prozent waren Käferholz, und die restlichen Mengen stammen aus der Eschwelke, Trockenheit und Arrondierungen.

Schnitzelbetrieb trägt zu Ertragsüberschuss bei

Die Holzpreise bewegen sich im Rahmen des letzten Jahres. Der Absatz stockte mit dem Anfang der Covid-19-Pandemie, konnte sich aber in der Jahresmitte wieder stabilisieren. Die Sachgüter und Dienstleistungen, vor allem der Schnitzelbetrieb und die Arbeiten für Dritte, trugen neben der Übernutzung zu dem guten Jahresergebnis bei. Die Jahresrechnung zeigt einen Ertragsüberschuss von 163 000 Franken auf. Budgetiert wurde lediglich ein Aufwandüberschuss von 4500 Franken.

Mindereinnahmen in den nächsten Jahren

Mit der markanten Mehrnutzung sieht das Jahresergebnis zwar positiv aus, die Waldungen haben aber wiederum einen enormen Substanzverlust erlitten. Die grosse Zwangsnutzungsmenge bewirkte einen vermeh r ten Unter neh merei nsatz. Ebenfalls wurde sämtliches Käferholz und ein Teil des Sturmholzes zu einem Zwischenlagerplatz geführt. Die Übernutzung führte auch zu einem Vorratsabbau, welcher in den kommenden Jahren unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit
Form kleinerer Hiebmengen eingespart werden muss. Daher ist mit Mindereinnahmen zu rechnen.

Auch sind Schlagflächen entstanden, welche neu bestockt werden müssen. Teils natürlich, teils künstlich mittels Pflanzungen. Die daraus entstehenden Jungwaldpflegekosten werden über eine längere Zeit das Budget belasten.

Ebenfalls konnten im Jahr 2020 nur die nötigsten Jungwaldpflegeeingriffe getätigt werden. Eine Stagenholzpflege, das ist die Pflege von Beständen, in denen das Holz noch liegen bleibt, konnte leider nicht betrieben werden. Daher ist zu erwarten, dass der Betriebszweig «Arbeiten für Dritte» zunehmend an Bedeutung gewinnen wird, damit auch künftig positive Jahresergebnisse realisiert werden können.


Die Traktanden

Die Ortsbürgerversammlung findet am Freitag, 11. Juni, um 20 Uhr im Forsthaus Tannenlaube statt. Das sind die Traktanden: 1. Protokoll, 2. Jahresrechnung, 3. mündlicher Rechenschaftsbericht, 4. Verschiedenes. --sus

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