Per Express durchs Stollenlabyrinth

Di, 22. Sep. 2020
Man lauscht den Erklärungen von Stollenführer Hasler. Bild: zg

Boswiler Männerturner «Untertag» unterwegs

Mit elf Teilnehmern waren die Anmeldungen geringer als auch schon. Trotzdem organisierte Reiseleiter Andy Keusch einmal mehr einen spannenden Event.

«Reichhaltiges Morgenessen in einer Besenbeiz» versprach das Programm von Reiseleiter Andy. Es war dann ein Frühstück der Extraklasse. Sowohl bezüglich Vielfalt wie auch den Service betreffend wurde man in der «Bäsäbeiz Knobel» am Hüttenersee verwöhnt. Gestärkt dann zur Weiterfahrt Richtung Sargans. Ziel war das Bergwerk Gonzen, wo bis 1966 Eisenerze abgebaut wurden. Mit dem «Gonzen-Express» konnte ein kleiner Teil des rund 90 Kilometer langen Stollenlabyrinths befahren werden. Stollenführer Felix Hasler erläuterte dann die Welt «Untertag», und man lauschte gespannt seinen Ausführungen bezüglich der damals verwendeten Maschinen und Geräte.

Safiental Surselva

Die Weiterreise erfolgte mit dem Bus ins Safiental und hinunter an den Vorderrhein. Bei mildem Spätsommerwetter führte Reiseleiter Andy die Gruppe per pedes Rhein-aufwärts zwischen hohen zerklüfteten Felswänden bis zur Bahnstation Valendas-Sagogn. Ein bisschen beneidete man die zahlreichen Kanu- und Kajakfahrer, die sich von der rauen Strömung flussabwärts treiben liessen. Nicht auf dem Wasser, sondern mit ÖV und Maske, auf den Schienen der Rhätischen Bahn, erfolgte der Rückweg der Männerturner nach Versam-Safien. Als letztes Highlight des Tages noch ein kurzer Zwischenhalt mit Weitsicht, hoch über dem wilden Wasser des Rheins. Dann wie im Reiseprogramm beschrieben: 17.30 Uhr Zimmerbezug im Gasthaus Rössli, zugleich auch Safienbrauerei. Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt. Denn trotz des vielseitigen Angebots an Gerstensaft hielt sich dessen Konsum in Grenzen.

Sie tappen nochmals im Dunkeln

So erschienen anderntags alle pünktlich und frisch zur nächsten Etappe: Bad-Ragaz und Taminaschlucht. Die angesagte «leichte Wanderung» war dann effektiv ein gemütliches Schlendern zwischen steil aufsteigenden Felswänden entlang der tosenden Tamina. Ab dem «Alten Bad Pfäfers» bis zur Quellwasser-Grotte, dann wieder im Dunkeln, wie man es bereits vom Vortag kannte. Zusätzlich spürte man noch die kühle Feuchtigkeit von Decke und Felswänden. Nichtsdestotrotz genoss man nach der Rückkehr ein frisches Bier an der «Stubete» in Bad-Ragaz.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem «Bäsä-Beizli» war man sich schnell einig, auf der Rückfahrt im «Schweikhof» sich noch ein «Plättli» zu genehmigen. Dabei wurde schon für 2021 geplant und Reiseleiter und Chauffeur Andy für die nächsten paar Jahre bestätigt. --zg

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