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Kein Mann der grossen Worte

Beat Kaufmann arbeitet seit fast 38 Jahren als Bünzer Gemeindeschreiber – bald wird er pensioniert. Die Vielfalt. Beat Kaufmann nennt sie immer wieder. Sie ist der Grund, weshalb er Gefallen am Beruf des Gemeindeschreibers fand. Und sie ist der Grund, weshalb er fast vier Jahrzehnte in Bünzen blieb. Verändert hat sich einiges, doch Kaufmann nahm die Herausforderungen gerne an.

Bekannt für viele Sprüche und grosse Worte ist Beat Kaufmann nicht. Viel eher ist er der stille Schaffer. «Organisation und Ordnung sind die halbe Miete», sagt Kaufmann. Sein Büro ist nicht deswegen aufgeräumt, weil er Ende Monat in Pension geht. «Es hat immer so ausgesehen.»
Beat Kaufmann ist Gemeindeschreiber mit Leib und Seele. Das war er, als er im Januar 1982 in Bünzen seine Tätigkeit antrat und das ist er noch heute. «Ich gehe immer noch jeden Tag gerne zur Arbeit», sagt der 60-Jährige. Es ist die Vielfalt am Beruf, die er schätzt. Kaufmann ist in Bünzen nicht nur Gemeindeschreiber. Er leitet die Bauverwaltung, betreut den Sozialdienst. Zu Beginn war er auch noch Zivilstands- und Steuerbeamter. «Alles in einem.» Im Laufe der Jahre wurden das Zivilstandsamt und das Steueramt ausgelagert. «Es blieb immer noch genug», meint er und schmunzelt. Das sei es, was ihn an einer kleinen Gemeinde wie Bünzen fasziniere.
Äusserst
kurzer Arbeitsweg
Beat Kaufmann ist in Waltenschwil aufgewachsen und lebt noch immer dort. Auch seine Verwaltungslehre absolvierte er auf der Waltenschwiler Gemeindekanzlei. Einen anderen Berufswunsch hegte er nie. «Ich habe mir eine Zeit lang überlegt, Lehrer zu werden. Richtig verfolgt habe ich das aber nie.» Kaufmann ist glücklich geworden als Beamter. Und das fast nur im Freiamt. Mit einer Ausnahme: nach der Lehre arbeitete er drei Jahre lang in Menzingen im Kanton Zug. Als in Bünzen ein Gemeindeschreiber gesucht wurde, bewarb er sich

Text und Bild:Annemarie Keusch

Mehr im Freiämter vom Freitag, 22. November

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