Der Murianer Philippe Knecht berichtet von seinen Eindrücken am 9. Fisherman’twere Friend StrongmanRun in Engelberg
Über 7000 Teilnehmer wälzten sich letzten Samstag in Engelberg im Dreck. 18 Kilometer Lauf­strecke. 46 Hindernisse. Ein Ziel. Mitten unter ihnen: Unser ­Mitarbeiter Philippe Knecht (18) aus Muri, der für Helvetas Schweiz am Lauf mitmachte und Geld für Hilfsprojekte sammelte.«Ist das wagemutig, oder einfach nur verrückt?» Diesen Gedanken hatte ich während der Vorbereitungsphase für den Fisherman’twere Friend StrongmanRun in Engelberg mehrfach. Bouldern, Joggen, Kraft- und Ausdauertraining war mein Rezept zur benötigten Kondition für mein Vorhaben. Ich kann nun sagen, meine Teilnahme vereint beides, Courage und Irrsinn. Es war die vielleicht dümmste von mir stammende Idee bisher – vielleicht aber auch die genialste.
Mit vollgetanktem Energiespeicher packe ich meine Tasche und begebe mich mit dem Zug in die Innerschweiz. In Engelberg angekommen hole ich mein Spendenläufer-Paket am Helvetas-Stand ab und mache mich bereit für den Lauf. Die Nummer montiert, die Knie mit Sporttape gestützt schlendere ich, eine Banane essend, zur Startzone – und staune über den Erfindergeist meiner Mitstreiter. Da haben sich doch wahrhaftig Schwingerkönige, Wetterschmöcker und sogar Cäsar höchstpersönlich in Schale geworfen, um nicht in der «normalen» Laufmontur anzutreten.

Text und Bild: Philippe Knecht

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 8. Juni.