Muri mit abgeklärter Leistung

Di, 19. Okt. 2021
Für Jan Burkard war es ein Spiel der gemischten Gefühle. Zuerst erzielt der Waltenschwiler das 3:0 für den FC Muri, danach kugelt er sich die Schulter aus. Die Hinrunde ist für ihn vorbei. Bild: Archiv/awa

Fussball, 2. Liga interregional: FC Sursee – FC Muri 0:3 (0:3)

Für die Murianer war vor der Partie gegen den FC Sursee klar, dass man sich mit einem Sieg eine sehr gute Ausgangslage für die kommenden Spiele gegen die drei Spitzenteams Rotkreuz, Dietikon und Schöftland schaffen kann. Leichtes Spiel hatten die Klosterdörfler trotz dem – am Schluss klaren – Resultat allerdings nicht.

Im Stadion Schlottermilch in Sursee war es zuerst die Heimmannschaft, die sichtlich besser ins Spiel fand. Muri war immer einen Schritt zu spät, leistete sich zu viele Fehlzuspiele und liess sich in die eigene Platzhälfte drücken. Zum Glück für die Murianer resultierte aus dem hohen Druck der Gastgeber keine nennenswerte Torchance. «Wir haben überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden und haben uns vom Gegner erdrücken lassen. Das Führungstor war eine Erlösung», analysierte Jan Burkard die Startviertelstunde. Das Tor entstand mehr oder weniger aus dem Nichts. Diego Zoller hatte auf dem Flügel viel Zeit, sah Captain Michael Hohl und flankte den Ball millimetergenau auf dessen Kopf. Führung Muri – komplett gegen den Spielverlauf. «Das hat den Knoten gelöst», so Burkard. Muri war von nun an präsenter, liess den Ball besser laufen und kam immer wieder gefährlich vors Tor.

In der 34. Minute startete Turbo-Trüb durch, zog an seinem Gegenspieler vorbei und spielte eine Hereingabe auf den zweiten Pfosten. Bayazi verpasste die Hereingabe zwar, doch Sursee-Verteidiger Kramis lenkte den Ball ins eigene Tor. Schockiert von der Effizienz der Gäste liess Sursee kurz vor der Pause erneut eine Flanke in den Strafraum fliegen, wo Burkard auf dem langen Pfosten lauerte und den Ball über die Linie spedierte. «Wenn du mit einer 3:0-Führung in die Pause gehst, kannst du als Trainer nicht viel Negatives sagen», erklärt Muri-Coach Piu «Wir haben aber, wie schon gegen Brunnen, die Startphase verschlafen. Gegen ein Spitzenteam dürfen wir uns das nicht erlauben.»

Burkard-Schock nach einer Stunde

In der zweiten Halbzeit rannte Sursee noch einmal an. Doch der überragende Abwehrchef Simone Parente konnte gemeinsam mit seiner Verteidigung jeglichen Angriffsversuch des Heimteams abwehren. Ein einziges Mal musste sich Goalie Yanick Hofer beweisen, als auf der linken Seite Saliji durchbrach und aus rund acht Metern abzog. Nach einer Stunde dann der Schock. Burkard fiel nach einem Foulspiel auf die bereits seit Wochen lädierte Schulter und kugelte sich diese aus. Zwar spielten die Murianer danach den Sieg locker über die Zeit, doch man merkte dem Team den Schock über die Verletzung ihres Spielzerstörers an.

Chancen erspielten sich nur noch die Gäste. Es blieb beim 3:0-Auswärtssieg. «Das war eine abgeklärte Leistung der Mannschaft. Wichtig war, dass wir wieder einmal zu null gespielt haben und uns so ein gutes Gefühl für die bevorstehenden Aufgaben holen konnten», sagt ein zufriedener Trainer. Sorgenfalten hatte er nach dem Spiel dennoch: «Dass nach Belmin Mrkonja mit Jan Burkard ein weiterer Aggressivleader ausfällt, ist für uns überhaupt nicht gut. Für Jan ist die Rückrunde gelaufen, da er sich nicht nur die Schulter ausgekugelt hat, sondern auch Sehnen gerissen sind. Ich hoffe, dass sich Belmin von seiner Prellung am Fuss rechtzeitig erholen kann und so schnell wie möglich wieder zur Verfügung steht.»

Es scheint also, als ginge das Improvisieren von Piu wieder los. Im Gegensatz zur vergangenen Saison hat sich Muri aber mittlerweile in einen Rausch gespielt und kann trotz den schwerwiegenden Ausfällen mit breiter Brust ins Spitzenduell vom nächsten Sonntag gegen den FC Rotkreuz gehen. --yh

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