Der Freiämter Philipp Salzborn präsentiert seine Alpin-Fotografien erstmals einer grossen Öffentlichkeit an der photo18 in Züricht. An der grössten und wichtigsten Werkschau für Fotografie entführt er die Besucher bildlich in eine nicht immer heile Bergwelt.

Die Abgeschiedenheit und die Ruhe faszinieren ihn. Hierhin zieht es Philipp Salzborn in seiner Freizeit immer wieder. Zusammen mit Freunden oder auch mal ganz alleine. «Obwohl die Schweiz klein ist, gibt es auch hier richtig wilde Orte, mit purer Natur», hat der Murianer auf seinen Touren festgestellt. Voraussetzung dazu ist, dass man bereit ist, einige Stunden zu Fuss auf sich zu nehmen – und ab und zu sogar im Freien unter einem Biwak zu übernachten. Denn in den frühen Morgenstunden hat die Bergwelt besonders beeindruckende Sujets zu bieten. Sujets, die Salzborn mit seiner Kamera festhält. Und zwar am liebsten dann, wenn das Wetter rau ist. «Die Berge sind nun mal nicht nur Kühe und Alphörner», betont er. Schönes und warmes Wetter vermag ihn nicht in die Höhe zu locken. «Dann gehe ich lieber in die Badi.»

«Ein grosses Ding für mich»

Seine Bilder haben entsprechend naturgemäss einen etwas düsteren Anstrich, ohne jedoch den Betrachter zu erdrücken. Unter dem Titel «Alpiner Sommer 2017» zeigt er in Zürich-Oerlikon eine Auswahl aktueller Fotos. «Das ist ein grosses Ding für mich», ist er glücklich, an der photo18 ausstellen zu dürfen. «Da zahlt sich die ganze Mühe aus, die man sich für die Fotos gemacht hat.»

Hie und da ein Nachtessen

Ein Hintergedanke ist bei Philipp Salzborn aber auch, das Interesse der Ausstellungsbesucher zu wecken. Sodass er Bilder verkaufen kann oder idealerweise sogar Aufträge erhält. «Cool wäre, mal für eine Outdoor-Marke zu fotografieren», sieht er eine Einsatzmöglichkeit. Schon heute ist er Partnerfotograf der Agentur Keystone. Das bringt ihm hie und da ein Nachtessen zusammen mit seiner Frau ein, wenn eines seiner Bilder runtergeladen wird.

Text Philipp Indermühle / Bild Philipp Salzborn

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 12. Januar