Reggae trifft auf Panflöte

Fr, 23. Okt. 2020
Zufriedene Gesichter beim Panflötenensemble Corona nach einer guten Hauptprobe. Bild: zg

Konzert des Panflötenensembles Corona

Sein Name ist inzwischen zwar virusbedingt etwas vorbelastet, aber seine leichtfüssige Virtuosität hat das Panflötenensemble Corona behalten. Am Samstag, 24. Oktober, 19 Uhr, gibt das Ensemble ein Konzert in der reformierten Kirche Muri.

«Denkt an die Dynamik», ermuntert Monika Meier, die Dirigentin des Panflötenensembles Corona, beim Heben ihres Taktstockes und lächelt ermutigend. Eine der Hauptproben vor den Konzerten hat soeben begonnen. Josef Bachmann, begnadeter Pianist und Arrangeur, der zudem auch in anderen Genres der Musik beheimatet ist, hat wiederum alle gewählten Musikstücke für Panflöten arrangiert und zudem eine moderne «Corona-Rhapsody» komponiert.

Medley von Bob-Marley-Songs

Virtuos und gekonnt begleitet er das Ensemble bei den Konzerten am Klavier. Zur Einstimmung nehmen die Mitglieder des Panflötenensembles ihr Publikum mit der erwähnten Rhapsody mit auf eine gedankliche Reise. Wechselnde Rhythmen ermuntern den Zuhörer, eigene Fantasien in die Melodien zu interpretieren.

Für das Konzert sind auch einige bekannte Balladen gewählt worden. «Circle of Life» von Elton John, «Somewhere only we know» von Richard Hughes und «Tears in Heaven» von Eric Clapton sind im Arrangement von Josef Bachmann gut für ein Panflötenorchester geeignet. Einige der Flötisten sorgen für den nötigen Klangteppich, andere übernehmen das Melodie-Thema und oft macht die Klavierbegleitung das Stück erst stimmig und rund. Mit ihrer Glaspanflöte beweist Maja Berglas beim Intro zu «I am what I am» von Jerry Herman ihr Können. Sie schafft es eindrücklich, die langsame Passage zu Beginn des Stückes bis hin zur Steigerung und Taktänderung wiederzugeben.

Beim Durchlesen des Konzertprogramms fällt das angekündigte «Bob Marley Medley» ins Auge. Die feinfühlige Hilfestellung beim Halten der nicht ganz einfachen Takte von Schlagzeuger Nils Wirth verhilft zu einem ungewöhnlichen Klangerlebnis. Fast schon könnte man die schlaksige Gestalt von Bob Marley im Raum ausmachen, wie er lächelt und mit dem Kopf mit der typischen Rastafrisur im Takt mitnickt. Jonas Gross, der «Panflötenprinz» und Gewinner des «kleinen Prix Walo 2011», reiht sich ohne Starallüren in die Reihen der Flötenspieler ein. Virtuos und spielsicher kann er eigene Variationen in die Arrangements legen oder lässt sein Instrument das Timbre von Stimmen nachahmen. Rita Keiser, Regula Vollenweider und Maja Berglas überraschen ihr Publikum auch mit einem Solostück. In den Konzerten wird der Song von Phil Collins «You’ll be in my heart» von den drei Frauen einfühlsam und gekonnt gespielt.

Virtuose Solisten

Die neun Panflötisten üben zu Hause ihre Stimmen individuell und einmal pro Woche trifft sich das Ensemble unter der Leitung von Monika Meier zum Proben. Das Konzert verspricht einen speziellen und ungewöhnlichen Hörgenuss. Oder um es mit den Worten von Josef Bachmann zu sagen, der am Ende der Hauptprobe lächelt und zu den Spielern geneigt meint: «Das sitzt super, das sollte man aufnehmen.» --red

Ein weiteres Konzert findet am Sonntag, 25. Oktober, 17 Uhr, in der reformierten Kirche in Affoltern statt. Weitere Infos: www.pan-corona.ch.

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