Da man des Zählens müde war, beschloss man vor geraumer Zeit, dass in Neuenburg jährlich Strassenfasnachts-Jubiläum gefeiert wird. So konnte das Jubiläum des Jubiläums gefeiert werden. Welches genau steht in den Sternen. Hauptsache es wurde ein Rekord aufgestellt.

Um 14.22 Uhr, nach Verstreichen des akademischen Viertels zuzüglich sieben Minuten, erfolgte die Eröffnung der Murianer Strassenfasnacht, fast pünktlich genau um 14 Uhr. Negro der Geneigte, Schultheiss von Neuenburg, begrüsste «live on air» bei Radio FGN und über Aussenbeschallung Alt und Jung im Gröfliareal. Ihren Ursprung hatte die Strassenfasnacht bei der «Alten Chäsi». Dieser Hotspot sei jedoch verkehrstechnisch zum Problem geworden, so Negro der Geneigte, es bestand die Gefahr, dass einer aufgrund der unübersichtlichen Verkehrslage hätte überfahren werden können. Deshalb beschloss man, vor wie vielen Jahren auch immer, die Location zu verlegen. Seither amüsiert man sich bei Stöcklis. Und das nicht schlecht.
Den Kopf frei bekommen
«Die Idee der Strassenfasnacht ist, dass man sich ohne grosse Animation selbst entschliesst, den Narren rauszulassen. Spontanität und Kreativität stehen an diesem Nachmittag im Mittelpunkt.» Zudem sei es ein guter Anlass, um den Kopf von den anstrengenden vergangenen Fasnachtstagen freizukriegen. In den vergangenen Jahren beendete das Wetter den närrischen Anlass. «Noch haben wir Glück, aber wer weiss, wie lange es hält», so der Schultheiss.
Einer von vielen Höhepunkten an diesem Nachmittag war die Taufe von Christoph und Pascal, zwei Neuenburger Tambouren. Nach ihrem ersten erfolgreichen Lehrjahr wurden sie durch Pfarrer Mathu persönlich im Konfettiregen getauft.
Wieviele passen in ein Auto?
Dann war es endlich soweit. Der Rekord sollte aufgestellt werden. Eine «Challenge», die ihresgleichen sucht. Die Aufgabe bestand darin, einen Volvo mit möglichst vielen Personen zu füllen. Türen und Kofferraum mussten dabei geschlossen werden können.

Text und Bild: Susanne Schild

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 13. Februar