TRIBÜNEN GEFLÜSTER

Fr, 18. Dez. 2020

Jean-Pierre «Schibi» Roth begegnete in seiner Laufbahn zahlreichen Grössen des Fussballs und anderer Sportarten. Als er in der Rekrutenschule war, hiess es, dass einige Leute in der Sporthalle Fussball spielen. Der angefressene Freiämter rannte mit einigen Kollegen sofort zur Halle, um mitzuspielen. Dort angekommen, war nur eine Person vor Ort, die gegen einen Sandsack gekickt hat. «Es war Andy Hug», berichtet Roth. «Als wir ihn gefragt haben, ob es okay ist, wenn wir Fussball spielen, hat er sofort zugestimmt und ist gegangen.» Später sah Roth Andy Hug häufig bei Spielen des FC Wohlen III zu. «Er war für dieses Niveau ein sehr guter Fussballer. In einem Spiel wurde er aber böse umgegrätscht. Ich sah schon schwarz für den Gegner, aber Andy ist cool geblieben. Ein grosser Sportler.»


Während Roths Zeit beim FC Wohlen war Ciriaco Sforza nicht der einzige junge Mann im Team, der später gross herauskommen sollte. Da gab es noch einen Rocco Cipriano, der später zur Kampfsportikone wurde. «Rocco war als Fussballer gut, aber nicht auf dem Niveau von Ciriaco», sagt Roth. «Aber wer war das schon? Rocco hat dafür mit eisernem Willen extrem viel aus sich herausgeholt. Ich hätte damals nicht gedacht, dass er so eine Kampfsportkarriere hinlegt, da er eher ein ruhiger Typ war. Aber gemessen an seinem Willen und Kampfgeist, ist es auch keine grosse Überraschung.»


In der Dienstagsausgabe berichtete diese Zeitung über die Murianer Ruderin Annick Kohler und die vier jungen Männer, die sie für die Überquerung des Atlantiks trainiert. Das Viererteam hat auch bereits einen Namen: «Swiss Raw». Es ist ein Wortspiel aus den englischen Wörtern «row» für Rudern und «raw» für rau oder hart.


Im dazugehörigen Artikel «Kohler und die vier Grenadiere» steht auch, dass Jan Hurni sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen hat, um trotz tiefer Temperaturen in den Alpnachersee einzutauchen und von dort aus der Gruppe beim Zu-Wasser-Lassen des Bootes zu helfen. Für Ungläubige haben wir hier das Beweisbild.


Nach ein paar Minuten Gespräch merkt man, wie kompetitiv die Grenadiere von «Swiss Raw» sind. Roman Möckli, einer der vier, verdeutlicht das: «Wenn Jan Hurni und ich gemeinsam in die Sauna gehen, vereinbaren wir, dass wir gleichzeitig rausgehen. Sonst artet es zu einem Wettkampf aus, wer länger drin bleiben kann, und wir ziehen es so lange durch, bis es gefährlich wird.»


Wer die vier Ruderer unterstützen will durch Sponsoring, Crowdfunding oder auf einem anderen Weg, findet dazu Informationen auf ihrer Website. Jeder überschüssige Franken geht an die Organisation Kovive: https:// swiss-raw.ch/

Josip Lasic

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