TRIBÜNEN GEFLÜSTER

Fr, 19. Feb. 2021

Die Sarmentorfer «Lockdown-Ziitig» (die vergangenen Freitag in dieser Zeitung beigelegt wurde) hatte auch einen sportlichen Fasnachtsspruch bereit. «Was z Wohle unde chum wänd glaube, de FC Sarmistorf tuet de Schulz abstaube. Und wenns z Basel de Sforza schicke, chond er au uf Sarmistorf cho kicke.» Auch wenn die Sportredaktion dies für eine gigantische Träumerei hält, ist dieser Vers enorm originell. Kompliment.


Dieser Fasnachtsspruch wurde vor der blamablen 2:6-Pleite des FC Basel im Cup gegen Winterthur verfasst. Nach dieser historischen Schlappe wird von vielen Seiten die Entlassung von Sforza als Basel-Trainer gerfordert. Aus Freiämter Sicht freut man sich darüber nicht, dass man so auf «unseren Ciri» einprügelt. Wir hoffen jedenfalls nicht, dass man bald von einem Sarmenstorfer Fasnachts-Orakel sprechen wird.


Massgeblich beteiligt an der historischen Cup-Pleite der Basler waren auch zwei frühere Spieler des FC Wohlen. Samir Ramizi erzielte ein Knallertor zum 1:0 und nach einer Stunde das 5:0 für Winterthur. Roman Buess sorgte für das 2:0 per Penalty. «Unglaublich, was in dieser Partie abgegangen ist», schreibt Winterthur-Stürmer Buess an die Sportredaktion. Ramizi und Buess waren beide in der glorreichen Saison 2014/15 beim FC Wohlen unter Vertrag. Damals grüsste Wohlen lange vom Leaderthron der Challenge League und begeisterte mit starken Fussball. Ramizi und auch Buess lancierten damals in den Niedermatten ihre Karriere so richtig. Vor allem, weil sie vom damaligen FCW-Trainer viel Vertrauen erhielten. Sein Name: Ciriaco Sforza.


Dimitri Isler aus Fahrwangen und Nicolas Gygax aus Islisberg waren beide Teil der Serie «Freiämter Olympioniken». Beide starteten 2018 in Pyeongchang. Beide in der Disziplin «Aerials». Isler erzählte der Sport-Redaktion, wie er an den Spielen einen Pin des jamaikanischen Teams ergattern konnte und diesen wie seinen Augapfel hütet. Der Grund: Die Anzahl Pins richtet sich nach der Anzahl Athleten, die ein Land schickt. Und mit nur drei Sportlern in Pyeongchang, hatten auch die Jamaika-Pins Seltenheitswert. Gygax kontert: «Ich habe einen Pin von Tonga.» Der ozeanische Inselstaat war nur mit einem einzelnen Sportler vertreten. Einen Pin-Neid gibt es aber nicht zwischen den beiden Sportlern.


Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann ist die Coolness in Person, wenn es um den Umgang mit den Medien geht. Selbst wenn versucht wird, ihn zu provozieren, findet er einen eleganten Ausweg. Die Sportredaktion hat den Versuch gewagt, ihn etwas zu kitzeln. Als das Thema Parallel-Rennen und die Kritik daran zur Sprache kam, äusserte Lehmann, dass die FIS den Modus und die Regeln sicher bald korrigieren wird. Als Anspielung auf seine Kandidatur als FIS-Präsident hat die Sportredaktion Lehmann provokativ gefragt, ob der künftige Präsident des Weltverbandes diese Änderung durchboxen wird. Lehmann liess sich nicht aus der Reserve locken und antwortete: «Ich weiss nicht, was Johan Eliasch denkt.» Eliasch ist CEO des Sportartikel-Herstellers «Head» und einer der Konkurrenten des Freiämters um den Posten als FIS-Präsident.
--spr/jl

Category: 

Neuen Kommentar schreiben

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht oder an dritte weitergegeben. Sie wird nur zu Kontaktzwecken im Zusammenhang mit diesem Kommentar verwendet.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses

Trending

1

Zwölf Jahre sind für ihn genug

Heinz Nater kandidiert nicht für eine weitere Amtsperiode als Murianer Gemeinderat

Leicht sei ihm der Entscheid nicht gefallen, sagt Gemeinderat Heinz Nater. Per Ende Jahr tritt er nach zwölf Jahren aus dem Gremium aus. «Es war eine gute Zeit und für mich ist es jetzt der beste Zeitpunkt, um aufzuhören», sagt er.

Annemarie Keusch

Sicherheit, Wirtschaft und Kultur. Diese Themen beschäftigten Heinz Nater als Gemeinderat sehr intensiv. Die Fusion der Zivilsc...