Unzumutbar – eine Frechheit

Fr, 08. Jan. 2021

Zu «Impfungen nicht im Freiamt», Leserbrief vom 29. Dezember

Unzumutbar sei es, und eine Frechheit. So beschwert sich die Leserin aus Jonen. Das, was die Frau dermassen in Rage bringt, ist die Ankündigung, dass die Corona-Impfungen vorderhand nur in Baden und in Aarau durchgeführt werden sollen. Und dies, obwohl das Spital Muri dieser Aufgabe angeblich ebenso gut gewachsen wäre.

Eine kurze Berechnung der Fahrzeiten zeigt denn auch, dass von Jonen aus die Fahrt zum Kantonsspital Baden tatsächlich ungefähr eine halbe Stunde länger dauert (30 Minuten mit dem Auto oder 90 Minuten mit dem ÖV) als zum Spital Muri (12 Minuten mit dem Auto oder 60 Minuten mit dem ÖV). Und dies gleich doppelt (Hin- und Rückfahrt) und sogar doppelt-doppelt, weil es ja zwei Injektionen braucht. Allerhand – eine Frechheit – wirklich unzumutbar. Insgesamt zwei ganze Stunden wertvoller Lebenszeit werden so völlig unnütz verschwendet für zwei freiwillige Gratis-Impfungen, die unter Umständen das eigene Leben verlängern und es mit der Zeit hoffentlich auch wieder etwas lebenswerter machen können. Also wirklich, so etwas kann man mit Fug und Recht als unzumutbare Frechheit bezeichnen.

Aber vielleicht habe ich ja den Leserbrief aus Jonen einfach nur falsch verstanden und die Schreiberin wollte etwas ganz anderes ausdrücken? Zum Beispiel eine anderweitig schwierig auszudrückende Unzufriedenheit mit den Aargauer Politikerinnen und Politikern und der Kantonsärztin? Ein Tipp zum Schluss: Personen, denen der Weg in Spitäler oder zu Therapien körperlich schwerfällt, steht der regionale Rotkreuz-Fahrdienst zur Verfügung. Einfach mal anrufen, zumindest so lange, bis das Corona-Impfen für Freiämterinnen und Freiämter auch im Spital Muri angeboten wird.

Peter Keller, Bremgarten

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