Grundeigentümer, Gemeinderat und Regionalpolizei Muri haben zusammen mit einem interkulturellen Vermittler eine Verein­barung ausgearbeitet. Sie soll den Aufenthalt von Fahrenden regeln. Schon am Samstag ziehen wieder erste Wohnwagen in Merenschwand ein.

Aus angemeldeten zehn wurden plötzlich über 70 Wohnwagen von Fahrenden. Der Grundstücksbesitzer war überfordert, die Bevölkerung verängstigt und die Polizei hatte viel Arbeit. So war es letzten September in Merenschwand und so weit soll es nicht mehr kommen. Da sind sich alle Parteien einig, die nun eine Vereinbarung unterzeichnet haben.

Sie regelt gemäss Mitteilung der Gemeinde Merenschwand folgende Punkte: Aufenthaltsdauer und Anzahl Wohneinheiten; Unterbruch zwischen den Grundstücksvermietungen; Mietvertrag zwischen Grundeigentümer und Fahrenden; Aufgaben Grundeigentümer und Gemeinde; Unterstützung und Kontrolle durch Regionalpolizei. Genaueres möchte die Gemeinde auf Nachfrage nicht kommunizieren. Offen bleiben daher die Fragen, wie lange Fahrende bleiben dürfen, wie viele Wohnwagen geduldet werden und welche Aufgaben genau Landbesitzer, Polizei und Gemeinde übernehmen sollen. Diese Informationen hält man bewusst zurück, um nicht selbst ernannte «Kontrolleure» aus der Bevölkerung auf den Plan zu rufen, wie Gemeinderat Rainer Heggli erklärt.

Text: Philipp Indermühle, Foto: bigstock, Symbolbild

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 13. April.