CHLOSCHTER GEISCHT
17.11.2023 Muri, Kolumne, MeinungenEs ist ein eindrücklicher Dokumentarfilm, der letzte Woche im Kino Mansarde in Muri lief. «Röbi geht» hält die Kamera auf einen Mann, dessen Krankheit ihn immer mehr zeichnet. Einen Mann, der dem Tod entgegengeht. Einen Mann, der von seinem Umfeld, seiner Frau, seinen ...
Es ist ein eindrücklicher Dokumentarfilm, der letzte Woche im Kino Mansarde in Muri lief. «Röbi geht» hält die Kamera auf einen Mann, dessen Krankheit ihn immer mehr zeichnet. Einen Mann, der dem Tod entgegengeht. Einen Mann, der von seinem Umfeld, seiner Frau, seinen Söhnen, Enkeln, Freunden Abschied nimmt. «Röbi geht» geht unter die Haut, auch wenn es immer wieder Momente hat, in denen über die Gesichter des Publikums ein Lächeln huscht. Dann etwa, wenn er und seine Frau Heidi Demuth in Rollstühlen an der Friedensdemonstration in Bern teilnehmen – samt Regenbogenf lagge auf dem Schoss. Es ist ein kleiner Teil ihres gemeinsamen Wegs, dessen Ende «Röbi geht» dokumentiert. «Beeindruckend», findet auch der Chloschtergeischt.
Zumal im Kino Mansarde nicht einfach der Film zu sehen war, sondern mit Heidi Demuth und Heidi Schmid auch zwei Gäste vor und nach dem Film ganz viel Interessantes zu erzählen wussten. Heidi Demuth hat ihren «Röbeli» ganz viele Jahre ganz eng begleitet. Heidi Schmid kam als Co-Regisseurin der Familie ganz nahe. Weil sie im gleichen Dorf lebten, vorher schon lose befreundet waren, war dies so überhaupt möglich. Heidi und Heidi – und natürlich Röbi – lockten viel Publikum ins Murianer Mansarde. «Sie haben nicht nur den Vornamen gemein, sondern sind beide Alt- 68er und wollten beide den Film ursprünglich gar nicht machen», wusste Karin Buess zu erzählen. Zum Glück haben sich beide umstimmen lassen.
Glück, das brauchten auch die Verantwortlichen hinter dem Pilotprojekt «Interprofessionelle Hausarztpraxis Muri Plus». «Nicht nur», betont die Murianer Hausärztin Verena Gantner. Es seien attraktive Stellen, die sie in Muri geschaffen hätten und nun – mit doch etwas Glück – auch besetzen konnten. Im neuen Jahr werden die Hausarztpraxis Muri Freiamt AG Patientinnen und Patienten behandelt. Es ist ein Etappenziel. Später sollen innerhalb des Projekts auch junge Ärztinnen und Ärzte ausgebildet werden. «Wir erhoffen uns, dass sie der Region nachher treu bleiben», sagt Gantner. Diese vertraglich an den Kanton Aargau zu binden, das sei juristisch nicht möglich. «Wobei, noch viel lieber würden wir sie für das Freiamt verpflichten.»
Ein geselliger Abend bei einem Fondue, dem wäre wohl auch der Chloschtergeischt nicht abgeneigt. Möglich machen es Manuel Staubli und sein «Wave»-Team. Am Montag begann es voller Enthusiasmus mit dem Auf bau seines Fondue-Chalets. Am Dienstag drückte dann das Regenwetter auf die Stimmung und am Mittwoch ging es veränderlich weiter. Zumindest auf den Zeitplan hatten die Wetterkapriolen dieser Woche keinen Einfluss, sodass am Mittwochabend bereits die ersten Gäste bewirtet werden konnten. Für einen Monat steht das Angebot. Mit seinen 64 Sitzplätzen bietet das Chalet auch für Firmen und Vereine eine valable Alternative für einen gemeinsamen Anlass. Und das «Wave»-Team gibt sich Mühe, eine Wohlfühl-Oase zu schaffen. Mit den bewährten Fonduemischungen und der stimmungsvollen Berghütten-Atmosphäre vom Holzhäuschen selber, aber auch von den Deko-Elementen der Kreativen aus dem «Wave»-Team, dürfte das Chalet bei den Besucherinnen und Besuchern nachhaltig Eindruck hinterlassen. --ake/tst