Aufschwung dank Muri-Power
17.04.2026 Fussball, Sport3. Liga: Der FC Bremgarten vor dem Derby in Villmergen (Freitag, 20.15 Uhr, Badmatte)
Der FC Bremgarten steckt im Abstiegskampf. In der Rückrunde zeigt die Formkurve der Reussstädter aber nach oben. Unter anderem dank der Verstärkungen, die alle aus den ...
3. Liga: Der FC Bremgarten vor dem Derby in Villmergen (Freitag, 20.15 Uhr, Badmatte)
Der FC Bremgarten steckt im Abstiegskampf. In der Rückrunde zeigt die Formkurve der Reussstädter aber nach oben. Unter anderem dank der Verstärkungen, die alle aus den Reihen des FC Muri kamen. Bisher hat der FCB kein Spiel verloren. Trainer Salvatore Romano hält den Ball vor dem Derby gegen Villmergen aber flach.
Josip Lasic
Der FC Bremgarten hat etwas geschafft, was in dieser Saison bisher keinem Team gelungen ist. Sie haben gegen den FC Brugg nicht verloren. Vor dem Spiel am vergangenen Samstag in der Reussstadt gingen die Brugger in der Meisterschaft 15-mal als Sieger vom Platz. Diese Serie endete gegen die Freiämter. Vor dem Duell gegen den Cupfinalist haben die Bremgarter bereits gegen den Tabellenzweiten Würenlingen einen Punkt geholt. Dass sie gegen die beiden Topteams der Liga nicht verloren haben, zeigt, dass der FCB seit dem Rückrundenstart im Aufwind ist. «Es war ein guter Start. Doch wir dürfen uns nicht überschätzen. Die Konzentration darf auf keinen Fall nachlassen», sagt Trainer Salvatore Romano.
Dass der 58-Jährige vorsichtig bleibt, ist nachvollziehbar. Mit Rang 12 belegt sein Team immer noch einen Abstiegsplatz. Mittlerweile sind sie aber punktgleich mit dem FC Turgi auf Rang 11. Nur noch die höhere Anzahl Strafpunkte trennt die Reussstädter vom rettenden Ufer. Gerettet sind sie aber noch nicht.
Kaderbreite und Qualität passen
Die letzten Resultate geben der Mannschaft aber sicher zusätzliche Motivation und Selbstvertrauen. In den drei Spielen seit Rückrundenstart hat Bremgarten mit einem Sieg und zwei Unentschieden regelmässig gepunktet. «Der Verein hat auch alles daran gesetzt, damit wir den Klassenerhalt schaffen.» Romano bezieht sich damit unter anderem auf die Verstärkungen, die im Winter geholt wurden. Mit Rafael Freitas, Kim Weiss, Tom Singenberger, Yves Furrer, Fabian Nikolovski und Mathis Stutz sind sechs neue Spieler zum Team gestossen. Sie alle kamen vom FC Muri. Die meisten bringen Erfahrung aus höheren Ligen mit. Ausserdem kam der Murianer Daniel Weiss als weiterer Assistenztrainer zum Staff dazu.
Den Aufschwung will Romano aber nicht allein an den Neuzugängen festmachen. Gegen Brugg standen beispielsweise nur drei der sechs Neulinge im Aufgebot. «Es ist eine gute Mischung entstanden aus den bisherigen Spielern und den neuen», so der Trainer. «Quantität allein bringt noch nichts. Die Verstärkungen bringen aber Qualität mit und der Konkurrenzkampf belebt die ganze Mannschaft. Und Daniel Weiss ist eine grosse Unterstützung für mich. Wir ergänzen uns sehr gut.»
Gegner interessiert momentan nicht
Heute Freitag, 20.15 Uhr, steht das nächste Spiel auf dem Programm. Bremgarten ist zu Gast beim FC Villmergen zum Freiämter Derby. «In der Situation, in der wir sind, interessiert mich der Gegner nicht», erklärt der Ex-Profi. «Wir müssen Spiel für Spiel nehmen und dürfen keinesfalls nachlassen. Von den letzten Resultaten können wir uns nichts mehr kaufen. Villmergen hat das Hinspiel gewonnen. Wir spielen ausserdem auf Kunstrasen, was ihnen entgegenkommt. Deshalb müssen wir mit dem nötigen Respekt reingehen und wieder liefern.» Zehn Spiele bleiben dem FC Bremgarten noch, um den Klassenerhalt zu schaffen. Nach dem Abstieg aus der 2. Liga wäre es für den Verein ein grosser Rückschlag, wenn sie durchgereicht werden würden. Das soll verhindert werden. «Es stehen alle hinter dem gemeinsamen Ziel. Spieler, Staff, Vereinsführung; wir können das nur zusammen schaffen. Die Spieler arbeiten gut mit. Wir wissen, was wir können. Gleichzeitig wissen wir auch, was auf dem Spiel steht.»
Mit einem Sieg im Derby gegen Villmergen könnte Bremgarten die Abstiegsränge verlassen. Der Klassenerhalt wäre damit noch nicht gesichert, doch das Team käme ihm einen kleinen Schritt näher.

