Beflügelt aufs Podest
11.02.2025 MutschellenDas Schweizer Team holt Silber an der Modell-Kunstflug WM auf der Burkertsmatt
In Widen waren für eine Woche Kunstflieger aus der ganzen Welt zusammengekommen. Die Piloten massen sich um den Weltmeistertitel. Auch die Schweiz hatte an der Heim-WM Grund zum Feiern. ...
Das Schweizer Team holt Silber an der Modell-Kunstflug WM auf der Burkertsmatt
In Widen waren für eine Woche Kunstflieger aus der ganzen Welt zusammengekommen. Die Piloten massen sich um den Weltmeistertitel. Auch die Schweiz hatte an der Heim-WM Grund zum Feiern. Neben der gelungenen Organisation und den Erfolgen sprachen sie ein grosses Publikum an.
Sabrina Salm
Die Präzision, Leichtigkeit und Eleganz der Modelle in der Halle ist bestechend. Speziell attraktiv ist auch die Klasse – Aerobatics for Music (AFM). Die Piloten steuern ihr Modellflugzeug zu Musik und zeigen mit zahlreichen Spezialeffekten tolle Kunststücke. Hier sind Action und Präzision angesagt. Dies haben die weltbesten Pilotinnen und Piloten am Samstag in der Dreifachturnhalle Burkertsmatt bewiesen. Bereits die ganze Woche konnte man bei den Trainings und Vorrunden der Modellflugpiloten zuschauen. Die Weltmeisterschaft gipfelte dann am Freitag im Final des klassischen Kunstflugs sowie auch am Final der Kategorie AFM tags darauf im Höhepunkt. Neben den Finalwettkämpfen wurden die Zuschauer zudem mit Showblöcken unterhalten, bei denen die ganze Bandbreite des Modellkunstflugs präsentiert wurde.
Spannend bis zum Schluss
«Es war ein hochstehender Wettbewerb. Es blieb spannend bis zum Schluss», fasst Adrian Eggenberger, Präsident des Schweizerischen Modellflugverbands (SMV) sowie OK-Präsident der ersten Indoor-Kunstflug-Weltmeisterschaft in der Schweiz, zusammen. In beiden Kategorien sind die Piloten auf einem extrem hohen Niveau. Die Stimmung unter den Wettbewerbsteilnehmenden, die aus Belgien, Tschechien, China, Frankreich, Deutschland, Japan, Niederlanden, Österreich, Litauen und der Schweiz kommen, sei die ganze Woche über gut gewesen. «Weiter verlief organisatorisch alles reibungslos», freut sich der gebürtige Rudolfstetter.
Auch der Besucheraufmarsch konnte sich sehen lassen. «Es ehrt uns sehr, dass es auch so viele Nicht-Modellflug-Kenner hierhin verschlagen hat», meint Eggenberger. «Somit durften wir zeigen, wer wir sind und was wir machen. Und vielleicht den einen oder anderen für unseren faszinierenden Sport begeistern.»
Zwei Jahre wurde für die Weltmeisterschaft geplant und gearbeitet. Viel Herzblut hat auch Philipp Schürmann hineingesteckt. Der Präsident der Indoor Flyers Mutschellen selber startete als Pilot in der Kategorie F3P Aerobatics. Seine guten Leistungen von der letzten WM in Litauen konnte er gar verbessern und er wurde 5. Er sei zufrieden, doch hätte er natürlich gerne ganz vorne mitgemischt. Als Vize-Weltmeister darf er sich trotzdem bezeichnen, denn die Schweizer holten sich in der Teamwertung F3P Aerobatics Silber. Weiter stand der Schweizer Sylvain Pasini auf dem Treppchen. In der Kategorie F3P Aerobatics holte er sich Bronze. Sein Sohn Matteo tat es ihm gleich und belegte in der F3P AFM Junior Ranking den dritten Platz. «Alles in allem sind wir mit dem Abschneiden des Schweizer Teams zufrieden», fasst Eggenberger zusammen.
Die Franzosen im Höhenflug
Der Österreicher Gernot Bruckmann konnte seinen Titel verteidigen und wurde erneut Weltmeister (F3P Aerobatics). Bei der Kategorie F3P AFM setzte sich Maxime Schmitt aus Frankreich durch und holte Gold. Allgemein bewiesen die Franzosen, dass sie nicht umsonst die grossen Favoriten waren. Gleich viermal belegten sie den 1. Platz. Ausserdem holten sie eine Silbermedaille.
Lob von allen Seiten gab es für das Organisationskomitee. Er und die Teilnehmenden haben sich wohlgefühlt und hätten die Zeit in Widen genossen, sagt etwa Antonis Papadopoulos, Präsident der FAI-Aeromodelling-Kommission. Ebenfalls lobende Worte und einen grossen Dank gab es von Marcel Signer, Präsident der Betriebskommission Burkertsmatt. Die Pilotinnen und Piloten hätten etwas gezeigt, was ihn und die vielen Zuschauer zum Staunen gebracht hat. «Es war die erste Weltmeisterschaft auf unserer Anlage. Die Premiere für einen solchen Grossanlass ist geglückt. Und wer weiss, vielleicht war es nicht die letzte Austragung.»