Coronasorgen im neuen Jahr

Di, 12. Jan. 2021

Die Coronapandemie dürfte die Welt auch im neuen Jahr in Schach halten. Die Verantwortlichen im Gesundheitswesen, in Wissenschaft und Staat sind um ihre Verantwortung auch künftig nicht zu beneiden, da sich ihre Entscheidungsbefugnisse verständlicherweise oft mit einer gewissen Ratlosigkeit vermischen. Die Bekämpfung der Virenausbreitung wird weiterhin Opfer verlangen. Der schwierige Spagat zwischen Gesundheit, Sozialem und Wirtschaftlichem bleibt aufrechterhalten.

Der Mitte Dezember verhängte «Lockdown light» bis 22. Januar löste zwar keine Freude aus, doch wurde im- merhin weitgehend Verständnis für diese Massnahme aufgebracht. Die nun in Erwägung stehende Verlängerung, insbesondere die landesweite Schliessung der Gastronomiebetriebe bis Ende Februar, wird aber vielerorts nicht mehr verstanden. Wie vor Kurzem angestellte Erhebungen zeigen, werden die Ansteckungsrisiken in den Gastrobetrieben als verhältnismässig gering bezeichnet. Die Gastrobetriebe haben zum Schutz ihrer Angestellten wie auch der Gäste schon im vergangenen Frühjahr Umstellungen und Investitionen getätigt, um den Coronavorschriften gerecht zu werden.

Dass die Gastrobetriebe nun erneut weitere sechs Wochen geschlossen sein sollen, ist schwer begreiflich. inerseits erfüllen sie eine soziale Bedeutung, welche auch unter Einhaltung der Coronavorschriften wahrgenommen werden kann, andrerseits geht es um die Erhaltung von Arbeitsplätzen. Wenn ein Ehepaar oder maximal vier Einzelpersonen pro Tisch sich zu einem Austausch finden wollen, sollte dies wieder möglich werden, wenn auch zu reduzierten Zeiten. Nach heutigem «Stand der Dinge» ist landesweit die Existenz von rund 40 Prozent der Gastrobetriebe bedroht, was den dauernden Ver- lust von einigen zehntausend Arbeitsplätzen und Existenzen befürchten lässt. Wer die jüngsten Menschenansammlungen und Gedränge Gross-Einkaufszentren oder im öffentlichen Verkehr gesehen hat, bekundet schon etwas Mühe, die für längere Zeit geplante Schliessung von Gastrobetrieben zu begreifen. In Bundesbern täte man gut daran, die Haltung gegenüber den Gastrobetrieben nochmals zu überprüfen, bevor man ihnen weitere Opfer zumutet. Ich selber bin weder Aktionär eines Gastrobetriebes noch persönlich mit einem solchen liiert.

Stefan Treier, Wohlen

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