Das grosse Geheimnis
23.01.2026 Handball, Sport
1. Liga, SG Handball Seetal – TV Muri (Sa, 20 Uhr, Hochdorf)
Nach dem Sieg gegen den KTV Muotathal blickt der TV Muri seinem nächsten Auswärtsspiel entgegen. Das Team fährt zur SG Handball Seetal auf die andere Seite des Lindenbergs. Die Mannschaft ...
1. Liga, SG Handball Seetal – TV Muri (Sa, 20 Uhr, Hochdorf)
Nach dem Sieg gegen den KTV Muotathal blickt der TV Muri seinem nächsten Auswärtsspiel entgegen. Das Team fährt zur SG Handball Seetal auf die andere Seite des Lindenbergs. Die Mannschaft aus Hochdorf will sich für die Niederlage im Herbst revanchieren. Damals verlor sie in der Bachmattenhalle deutlich.
Trotz der unterschiedlichen Bilanzen aus der Vorrunde betrachtet Muri-Trainer Björn Navarin die Mannschaft aus Hochdorf als ebenbürtigen Gegner. Muri steht mit 20 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz. Sie haben einen Rückstand von vier Punkten auf Ehrendingen auf Rang 2. Die SG Handball Seetal hingegen ist Schlusslicht mit zwei Punkten.
Das Hinspiel zeigt aber, warum Navarin zur Vorsicht rät. «Der Start war damals etwas harzig. In die Pause gingen wir mit einer knappen 16:11-Führung. In der letzten Viertelstunde haben wir noch einmal in kurzer Zeit sieben bis acht Tore Tore nachgelegt und konnten mit 38:20 gewinnen.»
Muotathal brachte Muri wieder auf Kurs
Das Spiel gegen Muotathal forderte Muri letzte Woche. Es war ein Weckruf nach der klaren Niederlage gegen die
HSG Siggenthal/Baden-Endingen.. «Das Spiel gegen Muotathal war anfangs wackelig», sagt Navarin, «Wir wussten nicht, wie Muotathal nach ihrer Pechsträhne von drei Niederlagen und einem Unentschieden auftreten würde. Sie starteten besser, weil wir noch verunsichert waren. Deshalb spielten wir zu Beginn etwas verklemmt. Doch wir fanden innerhalb von zehn Minuten zurück ins Spiel. Ab da bin ich mit unserer Leistung von letzter Woche sehr zufrieden und auch stolz.»
Eine Rote Karte in der ersten Halbzeit führte dazu, dass Muri früh auf Noel Angehrn und damit auf einen ihrer Schlüsselspieler verzichten musste. «Die verbleibenden Feldspieler waren grossteils noch so jung, dass unser Kader als U19 hätte durchgehen können», schmunzelt Navarin. Doch Levi Wey, Simon Hafner und die restliche Verteidigung meisterten die Herausforderung und liessen keine grossen Chancen für den Gegner zu.
Fokus auf eigenes Spiel
Wie soll es aber nun angegangen werden, das Spiel gegen die Seetaler, auswärts in Hochdorf? «Auf dem Punktestand soll aktuell kein Fokus sein», schätzt Navarin ein. «Wir analysieren Seetal nicht nach ihrer Leistung, sondern konzentrieren uns auf unser eigenes Spiel.» Der klare Sieg im Hinspiel ist keine Garantie für einen erneuten Erfolg. «Auch das Rückspiel muss gewonnen werden – und besonders bei so einer jungen Mannschaft wie Seetal muss man mit allem rechnen. Wir wollen die zwei Punkte holen, unabhängig wie viele Tore geschossen werden.»
Navarin betont, dass es nicht notwendig sei, die Eröffnungsphase eines Spiels unbedingt zu dominieren. Laut dem Trainer ist es viel wichtiger, das ganze Spiel über konstant zu spielen. «An der Europameisterschaft haben wir Mannschaften gesehen, die mit neun Toren vorne liegen und dann doch noch verlieren.» Ein solider Start ist nicht mehr überzubewerten, denn ein Comeback ist jederzeit möglich.
Navarin ergänzt, worauf es aus seiner Sicht wirklich ankommt: «Man muss während 60 Minuten versuchen, sein eigenes Spiel durchzuziehen – ohne überheblich zu werden, wenn man führt, und ohne den Kopf hängen zu lassen, wenn man zurückliegt. Das ist das grosse Geheimnis.» --tvm
