«Das Interesse ist grossartig»
08.04.2026 Wohlen, BaugewerbeBaubewilligung für «Reach 17» ist rechtskräftig: Baustart erfolgt in den nächsten Tagen
Meilenstein für die Raiffeisenbank Wohlen und ihr Projekt «Reach 17». Die Baubewilligung ist nun rechtskräftig. Jetzt soll es mit dem ...
Baubewilligung für «Reach 17» ist rechtskräftig: Baustart erfolgt in den nächsten Tagen
Meilenstein für die Raiffeisenbank Wohlen und ihr Projekt «Reach 17». Die Baubewilligung ist nun rechtskräftig. Jetzt soll es mit dem Neubau zügig vorangehen. Der neue Treffpunkt für Kulinarik, Kultur und Freizeit könnte bei einem optimalen Verlauf in zwei Jahren eröffnet werden.
Daniel Marti
Grünes Licht für die Raiffeisenbank Wohlen. Sie kann ihr Projekt «Reach 17» nun umsetzen. Der Weg zur Baubewilligung war nicht einfach. Nun ist die Baubewilligung rechtskräftig. «Dies hat die Gemeinde Wohlen nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefrist mitgeteilt», schreibt die Bank in einer Medienmitteilung. Die Raiffeisenbank Wohlen will nun zügig mit der Realisierung beginnen.
«Es freut uns sehr, dass wir jetzt mit dem Bau starten können», sagt Erich Füglistaler, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Wohlen. «Mit Reach 17 entsteht ein echter Mehrwert für die Bevölkerung von Wohlen und dem Freiamt.» Der neue Treffpunkt an der Friedhofstrasse bietet verschiedene kulinarische Angebote, ein Auditorium mit rund 100 Sitzplätzen für Kultur und Veranstaltungen, ein Fitnesscenter, einen Quartierladen sowie Büros und Wohnungen.
Auf dem Weg zur Baubewilligung mussten diverse Hürden genommen werden. Vor allem wegen des Abbruchs des Lüthi-Tschiemer-Hauses gab es Widerstand. Das 1820 erbaute Haus geniesst zwar keinerlei Schutz, ist auch nicht im Inventar für schützenswerte Bauen aufgeführt, aber der Verein «Schöner Wohlen» wehrte sich dennoch gegen den Abbruch. Mit einer Motion wurde auch die Wohler Politik mit dem Thema konfrontiert. Das Lüthi-Tschiemer-Haus muss für das Projekt «Reach 17» nun doch weichen, auch Einsprachen konnten dies nicht verhindern.
Eröffnung im Frühling 2028 geplant
Die Gemeinde Wohlen erteilte am 9. Februar die Baubewilligung, nachdem fünf Personen ihre Einwendungen zurückgezogen hatten. «Innerhalb der gesetzlichen Frist haben laut der Gemeinde alle Personen, die zur Erhebung einer Einsprache beziehungsweise einer Beschwerde legitimiert sind, auf die Erhebung eines Rechtsmittels verzichtet. Damit ist die Baubewilligung rechtskräftig», heisst es in der Medienmitteilung der Raiffeisenbank weiter.
Die Phase von der Projektierung bis zur rechtskräftigen Baubewilligung war herausfordernd. Wie hat Raiffeisenbank-Chef Erich Füglistaler dies erlebt? «Natürlich freuen wir uns sehr, dass die Gemeinde uns jetzt die Rechtskraft bestätigt hat und es endlich losgeht. Insgesamt haben wir die Planung als intensiv, aber sehr positiv erlebt», betont er. Füglistaler streicht den gemeinsamen Prozess mit dem Team und den Planern heraus, «sowie die Gespräche mit Genossenschaftern und den Austausch mit der Nachbarschaft. Das Schönste waren die vielen positiven Reaktionen, die wir auf das Projekt erhalten haben.» Der Verein «Schöner Wohlen» war dabei dem Projekt der Bank nicht immer gut gesinnt. Er war sogar ein hartnäckiger Gegenspieler. Wie bezeichnet Füglistalter nun das Verhältnis zum Verein jetzt und für die Zukunft? «Wir sind alle überzeugt, dass es jetzt wichtiger ist, nach vorne zu schauen», betont er. Er will das Geschehen rund um die Einsprachen ruhen lassen. «Reach 17» schafft laut Füglistaler einen echten Mehrwert für die Bevölkerung. «Und wir setzen nun alles daran, dass dieser einzigartige Treffpunkt im Frühling 2028 eröffnet wird.»
Eine Vielzahl von Interessenten
Die Raiffeisenbank-Verantwortlichen wollen also vorwärtsschauen. Denn der Baustart soll in den nächsten Tagen erfolgen. Zunächst werden nun die Bauprofile demontiert, das Terrain vorbereitet und die Baustelleneinrichtungen installiert. Die Aushubarbeiten starten Anfang Mai mit dem offiziellen Spatenstich. Wie schon erwähnt, soll «Reach 17» voraussichtlich im Frühling 2028 bezugsbereit sein. Ein sportlicher Zeitplan. In knapp zwei Jahren soll der neue Treffpunkt für Kultur und Freizeit also stehen.
Und wie sieht die künftige Belegung aus? Gibt es bereits konkrete Interessenten, die in den Neubau ziehen möchten? Erich Füglistaler: «Das Interesse ist grossartig. Wir haben bereits Vereinbarungen mit fünf von sechs Gastrobetreibern. Sie bieten feine Küche aus fünf verschiedenen Ländern. Vereinbarungen haben wir auch mit dem Fitnesscenter, einem Quartierladen und einem Büronutzer.» Das Interesse am neuen Treffpunkt an der Friedhofstrasse ist also vielschichtig. Dem kann Erich Füglistaler nur beipflichten: «Wohlen und das Freiamt dürfen sich auf ein einmaliges Angebot freuen.»


