Den Cupsieg im Visier
20.03.2026 Fussball, Sport2. Liga: FC Erlinsbach – FC Mutschellen (Freitag, 20.15 Uhr)
Nach einer starken ersten Saisonhälfte will der FC Mutschellen in der Rückrunde an diesen Leistungen anknüpfen. In der Meisterschaft geben sich die Freiämter bezüglich ihrer Ziele ...
2. Liga: FC Erlinsbach – FC Mutschellen (Freitag, 20.15 Uhr)
Nach einer starken ersten Saisonhälfte will der FC Mutschellen in der Rückrunde an diesen Leistungen anknüpfen. In der Meisterschaft geben sich die Freiämter bezüglich ihrer Ziele zurückhaltend, doch im Aargauer Cup ist der Ehrgeiz spürbar.
Der Tabellenplatz 6 täuscht darüber hinweg, wie stark die Vorrunde des FC Mutschellen tatsächlich war. Das Team von der Burkertsmatt liegt nur fünf Punkte hinter Tabellenführer Lenzburg und hat nur einen Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten Küttigen. «Ich glaube, dass wir einige überrascht haben», sagt Trainer Shani Tarashaj.
Im Sommer war der FC Mutschellen eine kleine Wundertüte. Es war schwierig vorherzusagen, wozu die Mannschaft in der Lage ist. Im vergangenen Winter stand das Team mitten im Abstiegskampf und musste sich den Klassenerhalt hart erarbeiten. Im Sommer folgte dann ein Kaderumbruch: Langjährige Leistungsträger wie Luca Giampa und Daniele Garofalo verliessen das Team. Genauso wie Trainer Jürgen Seeberger. Für ihn kam der ehemalige Schweizer Nationalspieler Shani Tarashaj. Zu diesem Zeitpunkt kannte er den Aargauer Regionalfussball noch nicht gut. Sein Engagement bei den Mutschellern ist zudem das erste Mal, dass er ein Team im Aktivfussball trainiert. Gemessen an diesen Umständen war seine Devise in der Vorrunde deshalb: «Wir nehmen Spiel für Spiel.» Mit dieser Einstellung präsentierte sich die vermeintliche Wundertüte als eine sehr starke Mannschaft. Mutschellen etablierte sich in der Spitzengruppe der Liga und erreichte den Halbfinal im Aargauer Cup.
Verstärkungen und gutes Trainingslager
Tarashaj hat also keinen Grund, etwas an der Einstellung oder seinem Vorgehen zu ändern. «In dieser ausgeglichenen Liga ist alles möglich. Wir nehmen wieder Spiel für Spiel, geben unser Bestes und schauen dann am Ende, wohin es reicht.»
Der FC Mutschellen hat sich im Winter verstärkt. Gian Marco Bellisario kehrte nach einer halben Saison bei Red Star Zürich zurück. Loris Brunner, ein talentierter junger Spieler, kam vom FC Baden. Semiel Krasniqi wechselte vom FC Kappelerhof aus der 3. Liga und Loris Casarotti sitess vom FC Wettswil-Bonstetten dazu. «Er ist allerdings momentan verletzt und wird uns vorerst nicht zur Verfügung stehen.» Fehlen wird in der Rückrunde Albin Hoti, der im Militär ist. Michael Mazzarella hat das Team verlassen, da er in Deutschland lebt und der Weg zu weit war. «Insgesamt ist das Kader breiter geworden. Im Regionalfussball ist eine gewisse Spieleranzahl wichtig, da es häufiger zu Ausfällen kommt.» Selbstvertrauen holten sich Trainer und Team im Trainingslager in Spanien. In Malaga kam das Teambuilding nicht zu kurz und in zwei Testspielen präsentierte sich das Team gut. Gegen eine lokale Auswahl gab es ein 3:3-Unentschieden. Die U23 des spanischen Zweitligisten Malaga wurde mit 5:2 geschlagen. «Da haben wir ein richtig gutes Spiel gezeigt.» Insgesamt ist der Trainer mit der Vorbereitung zufrieden.
Rechnung mit Muri offen
Mutschellen geht mit positiver Einstellung in die Rückrunde. Heute Freitag startet das Team beim Tabellensiebten Erlinsbach (20.15 Uhr). Der Gegner hat vier Punkte Rückstand. Obwohl Tarashaj Spiel für Spiel nehmen will, sagt er: «Wir möchten einen guten Start. Drei Siege zum Auftakt wären ideal.» Insbesondere das dritte Pflichtspiel ist dem Trainer wichtig. Das ist der Cuphalbfinal gegen Muri. «Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes behaupten würde. Wenn man so weit gekommen ist, will man den Cup gewinnen. Dafür müssen wir den Final erreichen. Wir haben ein Heimspiel gegen Muri. Nachdem wir zum Abschluss der Vorrunde gegen sie verloren haben, ist da noch eine Rechnung offen. Wir sind motiviert.» In der Meisterschaft schaut die Mannschaft, was am Ende herauskommt, und im Cup strebt sie den Sieg an. Man darf gespannt sein, was Mutschellen in der Rückrunde erreicht. --jl

