Den Traum vom Bauernhaus leben

| Mi, 08. Apr. 2020

Adele und Werner Keiser renovierten mit viel Gefühl ein historisches Gebäude in Bettwil. Ihr Bijou, die «Keisers’Kammer», ist 320 Jahre alt. Es steht in der höchstgelegenen Gemeinde des Aargaus. 2017 ging das Haus in den Besitz des Ehepaares über. Mit viel Leidenschaft für antike Baukunst wurde...

Adele und Werner Keiser renovierten mit viel Gefühl ein historisches Gebäude in Bettwil. Ihr Bijou, die «Keisers’Kammer», ist 320 Jahre alt. Es steht in der höchstgelegenen Gemeinde des Aargaus. 2017 ging das Haus in den Besitz des Ehepaares über. Mit viel Leidenschaft für antike Baukunst wurde das geschichtsträchtige Haus in seinen ursprünglichen Charakter zurückgebaut.

Wenn man jemandem erzählt, ein altes Bauernhaus gekauft zu haben und dieses selber umbauen zu wollen, kommt häufig: «Oooh, das war auch immer mein Traum.» Das Ehepaar Keiser liess diesen wahr werden. Vor 30 Jahren hatten sie das historische Haus zum ersten Mal in Bettwil gesehen. «Kurz zuvor hatten wir ein 250-jähriges Gebäude, einen ehemaligen Getreidespeicher einer alten Mühle, in Meisterschwanden erworben», erinnert sich Adele Keiser zurück. «Doch bei dem Bauernhaus in Bettwil war es Liebe auf den ersten Blick», sagt die mittlerweile 56-jährige Mutter von drei Kindern. «Es ist wunderschön und ich wollte es unbedingt kaufen.» «Wir haben doch gerade erst eines in Meisterschwanden erworben», gab ihr Mann damals zu bedenken.
30 Jahre auf die Erfüllung
ihres Traumes gewartet
Fast drei Jahrzehnte mussten vergehen, bis sich ihr Wunsch erfüllte. 2017 ging das Bauernhaus in den Besitz des Ehepaares über.
Die «Keisers’Kammer» ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal, das 1710 erbaut wurde. Die Kantonale Denkmalpflege des Kantons Aargau bezeichnet das geschichtsträchtige Haus als breitgelagertes, steilgiebliges Freiämterhaus mit bauhistorischem Wert.
1772 wurde das Haus erweitert und mit der schönen Bemalung an der Südfassade geziert. Die Familie Büchler erwarb das Haus um 1800, weshalb es auch «Büchler-Haus» genannt wurde. Später befand sich darin der grösste private Festsaal in der Region, weil das Haus durch die grosszügige Belichtung des unteren

Text und Bild: Susanne Schild

Mehr im Freiämter vom Donnerstag, 9. April


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