«Kulturnetzwerk»: Referat von Samuel Steiner, Geschäftsleiter Benevol Aargau
Er gab wertvolle Ratschläge und erklärte auch die neusten Entwicklungen. Samuel Steiner kam mit seinem Input-Referat bei den Vereinsvertretungen gut an.
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«Kulturnetzwerk»: Referat von Samuel Steiner, Geschäftsleiter Benevol Aargau
Er gab wertvolle Ratschläge und erklärte auch die neusten Entwicklungen. Samuel Steiner kam mit seinem Input-Referat bei den Vereinsvertretungen gut an.
«Ganz viele Menschen arbeiten in der Schweiz ohne Lohn», betonte Samuel Steiner in seinem Input-Referat zum netzwerk-Anlass der Kulturakteure und Vereine. Der Geschäftsleiter von Benevol Aargau meinte damit die Freiwilligenarbeit und die wertvolle Arbeit in den Vereinen. Für diesen Einsatz gibt es laut Steiner etliche Gründe. Die Freude an dieser Arbeit sei meistens der wichtigste Grund, sagte er. Man könne mit anderen Leuten etwas zusammen bewegen, anderen Menschen helfen, und letztlich könne man auch etwas lernen, führte er weitere Beweggründe an. Dies alles trifft auch auf die Wohler Kulturakteure zu.
Benevol Aargau ist die Fachstelle für Freiwilligenarbeit im Kanton Aargau. Sie berät und vernetzt Freiwillige, gemeinnützige Organisationen und Gemeinden und bietet Weiterbildungen im Zusammenhang mit freiwilligem Engagement an.
«Wir können das Umfeld nicht gestalten»
Samuel Steiner sprach auch die Entwicklungen an. Die seien wichtig und müssen von den Vereinsverantwortlichen im Blick behalten werden. In Zukunft werden auch Vereinsmitglieder projektorientiert mitarbeiten, «in einem zeitlich begrenzten Rahmen und mit flexiblen Einsätzen». Deshalb müssen die Aufgaben in Zukunft «klar definiert und sinnvoll sein».
Es gehe weiter darum, Kompetenzen einzubringen. «Es geht auch um Sinnhaftigkeit, Wirkung und Effizienz, die für Organisationen immer wichtiger werden.» Eines sollte jedoch immer beachtet werden: «Annerkennung und Wertschätzung bleiben wichtig. Und Leute wollen in einem engagierten Umfeld wirken.» Dann gibt es laut Samuel Steiner noch eine neue Erkenntnis: «Wir können einen Verein gestalten, aber das Umfeld und die Gesellschaft können wir nicht gestalten. Wir können beispielsweise die Jungen nicht ändern.» Gleichzeitig darf ein Verein nicht stillstehen. «Wenn ein Verein nichts bewegt, gibt es keine Neuerungen und irgendwann löst er sich auf.»
Stärken und Verbesserungspotenzial
Letztlich wollte Samuel Steiner von den Wohler Kulturakteuren genau wissen, was denn ihre Vereine stark macht. Sechs Antworten standen zur Auswahl. Und man war sich grösstenteils einig. Es ist die Kategorie «Ziel, Zweck, Sinn, Einzigartigkeit». Und bei welcher Kategorie haben die Wohler Vereine am ehesten Nachholbedarf? Auch hier ein klares Votum: Bekanntheit, Vernetzung, Tradition. Also Themen, die am Kulturnetzwerk-Anlass gezielt angesprochen wurden.