«Elia, das ist für dich»
17.09.2024 WohlenBenefizrennen für den verstorbenen Elia Epifanio auf der Wohler Kartbahn mit 500 Menschen
Mit 14 Jahren starb das grosse Karttalent Elia Epifanio. Er liebte die Kartbahn in Wohlen – deshalb veranstalteten seine Eltern ein Benefizrennen für ihn. «Der ...
Benefizrennen für den verstorbenen Elia Epifanio auf der Wohler Kartbahn mit 500 Menschen
Mit 14 Jahren starb das grosse Karttalent Elia Epifanio. Er liebte die Kartbahn in Wohlen – deshalb veranstalteten seine Eltern ein Benefizrennen für ihn. «Der Tag war ein reines Gefühlschaos», sagt Mutter Jennifer Epifanio.
Die Stimmung am Samstag auf der Kartbahn Wohlen ist nur schwer in Worte zu fassen. Es war harmonisch, wohlwollend, positiv – und dennoch schwebte die Trauer mit. Jennifer Epifanio – die Mutter des verstorbenen Elia – sagt: «Der Tag war für uns das reinste Gefühlschaos.»
Le-Mans-Sieger mit dabei
Rund 60 Kartpiloten sind zum «Trofeo Elia Epifanio» angereist. Dazu die Teammitglieder, Familienangehörige, Zuschauer. 500 Menschen waren dabei. Aussergewöhnlich. Unter ihnen ist auch Prominenz. So zum Beispiel der Schweizer Motorsportstar und Le-Mans-Sieger Fabio Scherer. Auch er kennt die Wohler Kartbahn bestens und so auch den verstorbenen Elia Epifanio. «Elia, das ist für dich», schrieb Scherrer in den sozialen Median zum Rennen. «Wir fahren zu Ehren eines wundervollen, jungen Talents, das leider viel zu früh von uns gegangen ist. Lasst uns Elia eine solche Show bieten, dass er sie vom Himmel aus hören und sehen kann.»
Ebenfalls am Start war Cyndie Allemann (aus Bremgarten/Eggenwil). Sie ist TV-Moderatorin, Unternehmerin und ehemalige Rennfahrerin. In der Sendung «GO! Das Mobilitätsmagazin» testet die 38-Jährige – die seit Jahren im Freiamt lebt – unzählige Autos. Allemann – die 2012 letztmals ein Kartrennen fuhr – äussert sich vor ihrem Start: «Ich bin sehr lange keine Rennen mehr gefahren. Es wird hart, aber ich freue mich. Vor allem mache ich es für dich, lieber Elia.» Rund 60 Pilotinnen und Piloten gingen in verschiedenen Kategorien an den Start. Mutter Jennifer und Vater Daniele Epifanio schauten sich alle Rennen an. Und gleich zu Beginn wurde es sehr emotional. Denn der erste Sieg im ersten Rennen (bei strömendem Regen) ging an ihren Sohn Romeo Epifanio. Die Zuschauer applaudieren. Viele Menschen beginnen zu weinen. So auch die Eltern. «Ich glaube, diesen Sieg hat uns jeder gegönnt. Es war einfach nur schön», sagt Jennifer Epifanio. Sie fügt an: «Was uns sehr beeindruckt hat, ist die tolle Stimmung während des ganzen Tages. Es waren absolut faire Rennen, ohne schlimme Unfälle oder sonstige Zwischenfälle. Alle Leute waren wegen Elia da, das hat man gespürt, und es bedeutet uns sehr viel. Es war harmonisch, kein Druck, keine Rivalität wie an offiziellen Meisterschaften. Einfach toll.» Dass rund 500 Menschen da waren, sei «mega», so die Mutter.
Mit dem Benefizrennen «Trofeo Elia Epifanio» wollten die Eltern ihrem verstorbenen Sohn ein Gedenkrennen schenken. Sie wollten aber auch auf das Thema Sepsis sensibilisieren.
Ständerat spricht spontan
Und man sammelte Spenden zugunsten des Kinderspitals Zürich. In der Mittagspause übergaben die Eltern einen Scheck an Luregn Schlapbach, dem Chefarzt des Kinderspitals Zürich. Der Betrag ging über 14600 Franken. «Im Verlaufe des Tages kam noch einiges hinzu», erklärt die Mutter. Und so werden es rund 20 000 Franken sein, die man an das Kinderspital übergeben kann. Auch das ist mehr als zufriedenstellend für alle Beteiligten. Bei der Scheckübergabe waren auch Ständerat Thierry Burkart und seine Partnerin anwesend. «Er richtete spontan ein paar Worte an die Menschen und sicherte uns seine Unterstützung zu für den ‹Trofeo Elia Epifanio› im Jahr 2025», erklärt die Mutter. Denn das Ziel ist es, dieses Rennen jährlich durchzuführen.
Die tragische Geschichte von Elia Epifanio, der wenige Tage nach seinem 14. Geburtstag an einer Sepsis, ausgelöst durch eine Lungenentzündung, starb, soll so in Erinnerung bleiben. Der aufgestellte Junge und seine Liebe zum Kartsport sollen in Erinnerung bleiben. Die erste Durchführung des «Trofeo Elia Epifanio» war ein Erfolg. Und die Eltern durchlebten ein Gefühlschaos, irgendwo zwischen Stolz, Freude – und doch schwebte die Trauer mit. Der Tag auf der Wohler Kartbahn und so viel Anteilnahme haben geholfen und bleiben wie Elia: unvergessen. --spr