Flucht nach vorn

Fr, 12. Jun. 2020

Annemarie Keusch, Redaktorin.

Der Wurm ist drin. Das kann man bei diesem Projekt ungeniert sagen. Seit über zehn Jahren beschäftigt sich der Murianer Gemeinderat mit einer möglichen Überbauung beim Bahnhofareal. Ein Ende ist nicht in Sicht. Nur die Schuld des Gemeinderates ist diese Entwicklung nicht, aber eine Mitschuld lässt sich nicht wegdiskutieren.

Die Zügel anfangs zu stark aus der Hand zu geben, war falsch. Aber natürlich, im Nachhinein ist man immer schlauer. Der Bevölkerung einen fertigen Gestaltungsplan zu präsentieren, anstatt sie mitreden zu lassen, das funktioniert nicht – oder nicht mehr.

Dass der Gemeinderat nun das Zepter übernimmt, ist der einzig richtige, wenn auch sehr mutige Weg. Mit dem Zepter kommt noch mehr Verantwortung. Es ist quasi die Flucht nach vorn. Es ist aber auch die Einhaltung vom Versprechen, sich mehr um die bauliche Entwicklung des Dorfes zu kümmern. Das schafft Vertrauen in die Bevölkerung. Und das braucht der Gemeinderat, will er irgendwann zu einem fertigen Bauprojekt beim Bahnhof gelangen. Die «Gmeind» hat immer das letzte Wort.

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