Einweihung der sanierten und erweiterten Schulhäuser in Fahrwangen
Die Bauarbeiten verliefen alles andere als problemlos und haben den Verantwortlichen viel Nerven gekostet. Seit dem 12. August wird der neue Schulraum aber genutzt und bewährt sich im Alltag. ...
Einweihung der sanierten und erweiterten Schulhäuser in Fahrwangen
Die Bauarbeiten verliefen alles andere als problemlos und haben den Verantwortlichen viel Nerven gekostet. Seit dem 12. August wird der neue Schulraum aber genutzt und bewährt sich im Alltag. «Heute dürfen wir einfach feiern», sagt darum Gemeinderätin Simone Diem.
Chregi Hansen
Über das Projekt wurde in den letzten Wochen viel diskutiert und gestritten. Die Termine konnten nicht eingehalten werden, die Baukosten liefen aus dem Ruder, immer wieder waren Anpassungen notwendig. «Es war kein einfacher Weg», sagt denn auch Simone Diem, Gemeinderätin von Fahrwangen und in den letzten Monaten auch Präsidentin der Baukommission.
Doch jetzt sei es geschafft und man habe allen Grund, dieses Bauwerk gebührend einzuweihen, fährt Diem fort. «Heute wollen wir all die Sorgen für einmal beiseiteschieben und einfach feiern und Freude haben», betont die Gemeinderätin. Und Grund zum Feiern gibt es tatsächlich. Erstmals befindet sich die ganze Sek und Real der vier Gemeinden Bettwil, Fahrwangen, Meisterschwanden und Sarmenstorf unter einem Dach. Dazu wurde in Fahrwangen das leer stehende Bezirksschulhaus umgebaut und erweitert, auch das benachbarte Variel-Schulhaus wurde saniert, erhielt eine neue Fassade und beinhaltet nun viele der Fachräume der Oberstufe. «Das Ganze ist stimmig, die zwei Schulbauten nehmen Bezug zueinander, auch das alte Primarschulhaus passt bestens in das Ensemble», freut sich die Gemeinderätin.
Zeitgemässe Unterrichtsräume
Dabei waren einige Eingriffe nötig in die bestehenden Bauten, erklärt Diem. «Eine Bezirksschule hat andere Anforderungen an den Schulraum als eine Sereal, in denen das praktische Arbeiten eine grosse Bedeutung hat», sagt sie. Jetzt aber verfüge die Gemeinde über moderne und zeitgemässe Räume, in denen sich die Lehrerschaft und Schüler wohlfühlen und in denen ideale Voraussetzungen zu finden sind zum Unterrichten. Aber auch andere Angebote finden Platz in diesen Räumen, etwa die Bibliothek oder die Tagesstrukturen. Zudem gibt es zusätzliche Unterrichtsräume für die Kreismusikschule Seetal.
In ihrer Rede bedankt sich Simone Diem bei allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Speziell aber der Fahrwanger Bevölkerung, die trotz aller Probleme um das Projekt letztlich immer die nötigen Mittel sprach und so den Behörden ihr Vertrauen ausgesprochen hat. Zuletzt im Januar dieses Jahres, als die Stimmberechtigten zähneknirschend einen Zusatzkredit über 3,3 Millionen Franken genehmigten. Ein Lob hätten aber auch Schulleiter Adrian Hofer, die Lehrerschaft und das ganze Hauswartteam verdient, so Diem weiter. Der Umzug während der Sommerferien war ein Kraftakt – dies umso mehr, als noch in der letzten Woche der Ferien im Haus gearbeitet wurde, die Sanierung auf den letzten Drücker abgeschlossen war.
Schüler und Lehrerschaft fühlen sich hier wohl
Nicht nur für die Gemeinde Fahrwangen und ihre Nachbarn war es ein Freudentag, sondern auch für die Firma baderpartner, welche das Projekt im Dezember 2021 übernommen und jetzt abgeschlossen hat. «Was zuvor nur auf den Plänen existierte, steht nun da und kann genutzt werden», freut sich Vertreter Stefan Pfister. Er spricht von einer intensiven und herausfordernden Bauzeit. «Wir sind jetzt am Ziel, nun seid ihr gefordert, aus dem Gebäude eine gute Schule zu gestalten», so Pfister.
Gross war die Freude nicht nur bei der Gemeinde, sondern auch bei der Schule. «Wir sind angekommen», berichtet Schulleiter Hofer. Und das betreffe nicht nur die Räume. Erstmals befinden sich alle Klassen der ehemaligen Kreisschule Oberes Seetal unter einem Dach. Mit verschiedenen Aktionen wird nun ein Gemeinschaftsgefühl zum Leben erweckt. So fand kurz vor der Einweihungsfeier eine Hausparty für die Jugendlichen statt, mit einer Feuershow zum Abschluss. Und für die benachbarte Primarschule wurde ein Spielfest organisiert. «Ab und zu braucht es immer noch Anpassungen, aber im täglichen Schulbetrieb haben sich die neuen Räume bewährt. Wir freuen uns jedenfalls sehr», so Hofer zum Schluss.