Gemeinderat wieder vollständig
10.03.2026 Wahlen, Region Oberfreiamt, Beinwil/FreiamtBeck und Villiger gewinnen Wahl
Bei der Ersatzwahl in den Gemeinderat haben sich Lucas Beck und Josef Villiger durchgesetzt. Sie treten die Nachfolge von Jürg Barmettler und Guido Wigger im Beinwiler Gemeinderat an. Der unterlegene Eric Erni erweist sich als fairer ...
Beck und Villiger gewinnen Wahl
Bei der Ersatzwahl in den Gemeinderat haben sich Lucas Beck und Josef Villiger durchgesetzt. Sie treten die Nachfolge von Jürg Barmettler und Guido Wigger im Beinwiler Gemeinderat an. Der unterlegene Eric Erni erweist sich als fairer Verlierer und gratuliert den beiden.
Als Vizeammann wurde Bettina Krummenacher-Egloff gewählt. Sie ist seit Januar im Amt. Ein hoher Anteil von 59 Prozent ging an die Urne. --vaw
Ersatzwahl in Beinwil bringt klare Resultate und eine neue Frau Vizeammann Bettina Krummenacher-Egloff
Lucas Beck und Josef Villiger folgen auf die zurückgetretenen Gemeinderäte Jürg Barmettler und Guido Wigger. Beck erzielte bei der Ersatzwahl 347 Stimmen und damit das beste Resultat. Villiger wurde mit 296 Stimmen gewählt. Bei einem absoluten Mehr von 240 Stimmen unterlag Eric Erni mit 203 Stimmen.
Verena Anna Wigger
Die beiden Kandidaten sind zu einem kleinen Wahlapéro beim Gemeindeammann Stefan Zemp eingeladen. Zuvor geben sie der Presse Auskunft. Bei diesem Termin beim Gemeindehaus zeigt sich Beinwil als lebendige Gemeinde. Unzählige Einwohner kommen vorbei und gratulieren den beiden frischgewählten Gemeinderäten spontan und kommen mit ihnen ins Gespräch.
Unbelastet mit dem Blick von aussen
Einer davon ist Lucas Beck, der seit sieben Jahren in Beinwil wohnt, er freut sich auf sein neues Engagement, sagt der frischgewählte Gemeinderat. Er hat seinen Wahlkampf als sehr unaufgeregt erlebt. «Die Mehrheit kennt mich noch nicht», sagt er, doch viele Leute haben ihn angesprochen und das freut ihn. Der gebürtige Luzerner Umweltingenieur fühlt sich in Beinwil wohl und geniesst es, dass seine Einwohnergemeinde eine gute Ausstrahlung habe. Diese gelte es weiter zu erhalten und ein gesundes Wachstum für Beinwil anzustreben. Potenzial für sein Dorf sieht er in der Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Dies habe er im Hinterkopf und dafür werde er sich starkmachen. Doch zuerst werde er sich gerne in sein Ressort einarbeiten. Die Verteilung der Ressorts fand gestern Montagabend statt.
Beck möchte die Bevölkerung aktiv in die Entscheidungsprozesse miteinbeziehen und mit seiner offenen Art auf Menschen zugehen und zuhören, welche Themen sie bewegen. Dass er erst sieben Jahre in der Gemeinde wohnt, sieht er als Vorteil, dies gebe ihm auch einen Blick von aussen. Was dazu führe, dass er eine gewisse Objektivität für die Herangehensweise mitbringe, um so Entscheide herbeizuführen, die einer Mehrheit passen würden. Er zielt darauf ab, dass ein gutes Miteinander mit den Stimmbürgern entsteht: «Denn die gewachsene Struktur einer Gemeinde steht über allem», ist er überzeugt. Dazu freut er sich über jeglichen Kontakt. «Ich wünsche mir einen offenen Dialog», sagt der passionierte Berggänger, Jäger und Naturfreund. Der all dies als Ausgleich lebt, um genügend Energie für die kommenden Aufgaben zu haben.
Ein Insider, der für Kommunikationskultur steht
Josef Villiger, der in Beinwil aufgewachsen ist, hat während des Wahlkampfs sehr viel Zuspruch von Bekannten und Mitgliedern aus seinen Vereinen erhalten. «Ich finde es gut, dass du das machst», hätte man ihn bestärkt, erzählt der zweite neue Gemeinderat von Beinwil.
Villiger, ein Urgestein, kennt das Dorf und die Bewohner, daher sieht er das grösste Potenzial in der Kommunikationskultur der Gemeinde zu den Einwohnern. Was heisst, dass er sich darauf konzentrieren möchte, diese offene und transparente Art der Kommunikation in Beinwil weiter zu pflegen und zu verstärken. Dazu möchte er die aktuellen Kanäle der Gemeinde nutzen. Von seinem beruflichen Hintergrund würde er sich gerne für eine starke Schule in Beinwil engagieren. Doch auch er ist offen und wartet ab, wie die Ressorts verteilt werden. Als Gemeinderat ist es ihm wichtig, klar zu informieren und die Argumente der Gegenseite aufzunehmen und sich nicht dagegen zu stellen. Dies gelte vor allem auch bei Projekten wie der neuen Mehrzweckhalle, bei der verschiedene Interessengruppen einbezogen werden sollen. «Es braucht eine gegenseitige, gesunde Fairness und das Verständnis, dass es manchmal auch Sachzwänge gibt, die hinter Entscheiden stehen», sagt der ehemalige Leiter des Altersheims St. Martin in Muri. Für einen gesunden Ausgleich in seinem Leben stehen auch bei Villiger die Natur, die Familie und Kontakte, die er in seinem Netzwerk pflegt. Dies möchte er auch auf politischer Ebene weiterführen. Er freut sich auf eine gute und gesunde Vernetzung, welche er in seiner beruflichen Tätigkeit ja bereits gelebt hat. «Manchmal bringen einem die alltäglichen Begegnungen einen wertvollen Austausch», diesem will Villiger auch aktiv nachgehen.
Dritter Kandidat zeigt sich als fairen Verlierer
Die Ersatzwahl in den Gemeinderat Beinwil ist entschieden. «Das ist ein Tatsachenentscheid», sagt der unterlegene Kandidat Eric Erni am Telefon. Er akzeptiert das Resultat und sagt, man wisse dies schon im Vorfeld, dass einer unterliege. Wenn man die Wahl verliere, müsse man Anstand und Grösse bewahren: «Ich gratuliere den beiden gewählten Kandidaten.» Und noch etwas ist für ihn klar, er habe weiterhin so viel Freizeit wie vorher.
Als Frau Vizeammann wurde Bettina Krummenacher-Egloff gewählt. Sie hat ihr Amt Anfang Jahr angetreten. Die Vorsteherin Hochbau, Ortsbildschutz; Ortsplanung; Vermessungswesen und öffentlicher Verkehr erhielt 394 Stimmen. Bei einem absoluten Mehr von 240 Stimmen und einer hohen Stimmbeteiligung von 59 Prozent.

