Gritli und der Alpenhof
11.04.2025 SinsSins: Der Jodlerklub Heimelig überzeugt mit Konzert und Theater
Der Premierenabend des Jodlerklubs Heimelig mit Konzert und Theater war ein voller Erfolg. Vor ausverkauften Rängen sangen und schauspielerten sie und begeisterten ihr Publikum.
...Sins: Der Jodlerklub Heimelig überzeugt mit Konzert und Theater
Der Premierenabend des Jodlerklubs Heimelig mit Konzert und Theater war ein voller Erfolg. Vor ausverkauften Rängen sangen und schauspielerten sie und begeisterten ihr Publikum.
Alle Jahre wieder, und dieses Jahr auf der Bühne des neuen Küngsmattsaals, zeigten die Mitglieder und die Theaterleute des Jodlerklubs Heimelig ihr Können. Das Liederprogramm war abwechslungsreich und wurde mit einer Kleinformation auch wieder ins Theater eingebunden. Vor dem Theater kamen die Besucher in den Genuss von traditionellen Jodelliedern, gesungen vom ganzen Klub und auch von der Kleinformation. Unterhaltsam war auch die Zugabe «de Siloballenblues», der dem Publikum einige Lacher entlockte.
Nach dem klangvollen Konzert durften die Zuschauer in die verzwickten Finanzprobleme des Alpenhofs eintauchen. Das Stück stammt aus der Feder von Cornelia Amstutz und für die Theaterleute des Jodlerklubs wurde es bearbeitet von Thomas Huwiler. «Wir hatten einen super Start in die Aufführungen», meinte Huwiler im Anschluss an den Abend.
Heiteres Volksstück in drei Akten
Die Szenerie zeigte einen Hof mit einer kleinen Gartenwirtschaft. Gritli, die junge Wirtin, wusste bis vor wenigen Wochen nicht mal, dass es den Alpenhof gab. Sie hatte ihn geerbt und mit ihm die Probleme. Einerseits war alles alt und andererseits war kein Geld vorhanden. Zur Wirtschaft gehörte auch Knecht Köbi. Er war alt, schwerhörig und dem Arbeitsanfall nicht mehr gewachsen. Gritli sah sich gezwungen, jemanden einzustellen, der Köbi unterstützt, doch womit sollte sie einen Lohn bezahlen? Kurzfristig engagierte sie den arbeitsscheuen Landstreicher Richi.
Als ein weiterer Negativpunkt galt der benachbarte Grossbauer Dünner. Er war durchtrieben und hinterlistig. Schon lange hatte er ein Auge auf den Alpenhof geworfen. Um sein Ziel zu erreichen, schickte er seinen sonst nichtsnutzigen Sohn Peter zu Gritli als kostenloser Gehilfe. Sie nahm in ihrer Finanznot das Angebot an und hätte fast alles verloren, wären da nicht ihre Dorf-Klatschtanten, der total verliebte Martin und dessen Mutter. Auch der etwas zurückgebliebene Schnurzli Kari setzte sich für Gritli ein. Doch nicht alle Verwirrungen werden jetzt schon verraten.
Seit 35 Jahren auf der Theaterbühne
Nachdem der Vorhang sich nach dem Schlussapplaus wieder öffnete, verdankte Vizepräsident Roger Arnold die Theaterleute. Er lobte Urs Etter für das 35. Mal auf der Bühne. Etter spielte den durchtriebenen Grossbauern. Erika Huwiler stand als Klatschtante in der 20. Produktion auf der Bühne. Und Jeremias Villiger bekam ein Lob für seine persönliche Bühnenpremiere in der Rolle des nutzlosen Sohns des Grossbauern. «Ich danke auch unserem Bühnenteam und allen Helfenden im Hintergrund. Ganz besonders bedanke ich mich bei unserem Präsidenten Thomas Huwiler für seine grosse Arbeit mit uns.»
In der Hauptrolle brillierte das brave Gritli, gespielt von Ramona Arnold. Der verliebte Martin, gespielt von Martin Bachmann, überzeugte mit seiner Durchsetzungskraft, Pascal Anderegg alias Schnurzli Kari und Matthias Steiner als Landstreicher Richi, spielten auf sehr originelle Art. Brilliert haben auch die drei Klatschtanten, gespielt von Erika Huwiler, Pia Rickenbach und Priska Hürlimann. Auch Martins Mutter (Margrith Arnold) und Knecht Köbi (Hans Bienz) entlockten dem Publikum so manchen Lacher. --ci
Weitere Aufführungen: Freitag, 11. April, 20 Uhr, Samstag, 12. April, 20 Uhr,
Sonntag, 13. April, 13.30 Uhr.