Die Jump Factory Wohlen wartet weiter auf Bewilligung für den geplanten Ausbau im Aussenbereich
Die Jump Factory Wohlen will wachsen – doch die geplante Outdoor-Erweiterung verzögert sich weiterhin. Trotz grosser Nachfrage fehlt die Baubewilligung. So ...
Die Jump Factory Wohlen wartet weiter auf Bewilligung für den geplanten Ausbau im Aussenbereich
Die Jump Factory Wohlen will wachsen – doch die geplante Outdoor-Erweiterung verzögert sich weiterhin. Trotz grosser Nachfrage fehlt die Baubewilligung. So bleibt die Aussenanlage wohl noch eine weitere Saison im Stillstand.
Sabrina Salm
Seit der Eröffnung im Jahr 2020 in der ehemaligen Tennishalle Rigacker hat sich die Jump Factory zu einem Besuchermagneten entwickelt. Sie verzeichnet konstant hohe Frequenzen, wie auch die bisherigen Zahlen von diesem Jahr belegen: 5200 im Januar, 6000 im Februar und 4200 im März Allein im letzten Monat konnten 5400 Gäste begrüsst werden – Begleitpersonen nicht mal mitgerechnet.
Doch der Erfolg hat eine wetterabhängige Schattenseite: Bei heissem Sommerwetter sinken die Zahlen drastisch. Um diesem Trend entgegenzuwirken und das Angebot wetterunabhängig zu machen, plant das Team seit über einem Jahr eine grosszügige Erweiterung im Aussenbereich. Auf den ehemaligen Tennisplätzen sollen eine Net-Adventure-Anlage, ein Outdoor-Trampolinpark und ein Functional-Training-Bereich (Rebel Training) entstehen. Der neue Outdoor-Spielplatz sollte die Freude am Springen auf ein ganz neues Niveau heben.
Aussenbereich bleibt blockiert
Teile der Anlage stehen bereits – die Eröffnung hätte ursprünglich im Frühjahr erfolgen sollen. «Eigentlich wäre seit Anfang April alles bereit gewesen», sagt Marketingleiterin Silvana Wunsch. «Wir sind davon ausgegangen, dass die Genehmigung rechtzeitig eintrifft.» Dem war nicht so. Obwohl die Fläche bereits zuvor für Sport und Freizeit genutzt wurde, gestaltet sich das Bewilligungsverfahren äusserst zäh. Die Baubewilligung, die ursprünglich im Sommer 2025 erwartet wurde, lässt weiterhin auf sich warten. Jump-Factory-Inhaber Peter Raidt zeigt sich zunehmend frustriert: «Nun sind es schon mehr als zwölf Monate, seit wir das Gesuch eingereicht haben. Uns wurde mehrfach gesagt, es dauere nur noch wenige Wochen.» Die Folgen sind spürbar: «Ich bin inzwischen 350 000 Franken im Minus – und werde wohl auch diesen Sommer verpassen.» Zurzeit liegt das Baugesuch beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Baubewilligungen. Denn neben der Gemeinde hat auch der Kanton aufgrund eines angrenzenden Bachverlaufs ein Mitspracherecht. «Das Verfahren ist noch hängig, weil noch Detailfragen zu klären sind», erklärt Hans Jürg Bättig, Rechtsanwalt und Abteilungsleiter Abteilung für Baubewilligungen des Kantons. «Es mussten mehrere Ergänzungen nachgefordert werden.» Beim Kanton lief das Verfahren bislang zirka zweieinhalb Monate. Laut Bättig, ist dies bei mehreren Ergänzungen eine übliche Verfahrensdauer.
Er betont zudem, dass der Kanton nur in bestimmten Fällen zuständig sei – etwa wenn ein öffentliches Gewässer betroffen ist. «Im Übrigen liegt die Beurteilung bei der Gemeinde.»
Mit Unterschriftaktion das Interesse aufzeigen
Somit heisst es für die Besuchenden vorerst weiterhin, dass das Springen nur in der Halle möglich ist. Denn ohne das finale grüne Licht der Behörden bleibt das Tor zum Aussenbereich geschlossen. «Die Nachfrage unserer Besucherinnen und Besucher nach dem Aussenbereich ist sehr gross und viele fiebern der Erweiterung bereits entgegen», weiss Wunsch. Deswegen haben die Betreiber eine Unterschriftenaktion gestartet. «Damit möchten wir aufzeigen, wie gross das Interesse ist, und die zuständigen Stellen motivieren, den Prozess wenn möglich zu beschleunigen.»