Kultur kostet viel Geld

| Mi, 19. Jun. 2019

An der Ortsbürgergemeinde Merenschwand sorgte das «Spittel» für Diskussionen. Die Liegenschaft «Spittel» steht unter Denkmalschutz. Der Zustand des desolaten Gebäudes erfordert baldiges Handeln. Deshalb stellte der Gemeinderat den Antrag für eine Machbarkeitsstudie mit Kostenschätzung zur Renov...

An der Ortsbürgergemeinde Merenschwand sorgte das «Spittel» für Diskussionen. Die Liegenschaft «Spittel» steht unter Denkmalschutz. Der Zustand des desolaten Gebäudes erfordert baldiges Handeln. Deshalb stellte der Gemeinderat den Antrag für eine Machbarkeitsstudie mit Kostenschätzung zur Renovation. Die dafür beantragten 57 000 Franken sorgten an der «Gmeind» für Diskussionen.

Die Situation rund um das «Spittel» ist delikat. Nicht nur, dass die Liegenschaft nach einem Bundesgerichtsentscheid unter Denkmalschutz gestellt wurde, sondern auch die vorherrschenden Eigentumsverhältnisse. Das Gebäude an der Schwanenstrasse 7 steht nämlich auf zwei Grundstücken. Der Westteil (Scheune und Anteil Tenn) gehört der Nuculeus AG, Merenschwand. Der Ostteil (zwei Wohnteile und Anteil Tenn) ist Eigentum der Ortsbürgergemeinde Merenschwand. Somit sind zwei Eigentümer gemäss Kulturgesetz und Verordnung dazu verpflichtet, für deren Erhalt zu sorgen. In den vergangenen Jahren hat man sich wiederholt darum bemüht, die Renovation in Angriff zu nehmen. «Die Tatsache, dass es zwei Eigentümer gibt, macht die Sache nicht einfacher», räumte auch Gemeindeammann Hannes Küng ein. Fakt ist, dass die Ortsbürger für ihren Teil zuständig sind und ein Weg mit den Mitbesitzern gefunden werden müsse.
Genau das bezweifelten aber einige Ortsbürger. Was denn passiere, wenn der Ostteil saniert werden würde und der Westteil nicht, wurde an den Gemeindeammann herangetragen. «Es gibt ein Kulturgesetz. Die Denkmalpflege werde dann sicher Zwangsmassnahmen ergreifen», rechtfertigte sich Küng.

Text und Bild: Susanne Schild

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 21. Juni


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