Velobörse von Pro Velo Region Wohlen in der Bleichi
Früher war der Verein für Jugend und Freizeit (VJF) für die Velobörse verantwortlich. Nun übernahm Pro Velo Region Wohlen das Zepter. Mit Erfolg.
Beim Start der ...
Velobörse von Pro Velo Region Wohlen in der Bleichi
Früher war der Verein für Jugend und Freizeit (VJF) für die Velobörse verantwortlich. Nun übernahm Pro Velo Region Wohlen das Zepter. Mit Erfolg.
Beim Start der Velobörse standen die Besucherinnen und Besucher in der Bleichi Schlange. Niemand wollte anscheinend ein Schnäppchen verpassen. Rund 80 Fahrräder wurden zuvor zum Verkauf abgegeben. Die Vertreterinnen und Vertreter von Pro Velo Region Wohlen prüften die Velos, standen zur Preisberatung den Verkäuferinnen und Verkäufern zur Seite und organisierten die gesamte Börse. «Die Auswahl an Velos war recht gross, vom Kinderfahrrad bis zum Rennvelo», sagte Guido Meienhofer, Präsident von Pro Velo Region Wohlen. Sämtliche Kindervelos waren im Nu weg, E-Bikes hatten es ein wenig schwerer, einen neuen Besitzer oder eine neue Besitzerin zu finden. Ein E-Bike-Kauf, vor allem eine Occasionsvariante, sei halt heikel, meinte Meienhofer verständnisvoll. Ein spezielles Fahrrad erzielte den Rekordpreis von 800 Franken. Eine Seltenheit. Und für den Verein einigermassen lukrativ. Denn 20 Prozent des Verkaufspreises gingen als Provision in die Kasse von Pro Velo Region Wohlen. Damit werden die Kosten für die Organisation gedeckt, und wenn etwas übrig bleibt, freut sich der Verein.
In Wohlen durchaus ein Bedürfnis
Insgesamt konnten an der Velobörse 34 Fahrräder verkauft werden. «Alle Käufer haben den Handel mit einem glücklichen, freudigen Gesicht abgeschlossen», betonte Vreni Kyburz, die die Kasse betreute.
Dass Pro Velo Region Wohlen den Verein für Jugend und Freizeit (VJF) als Organisator abgelöst hat, ist auch ein Glücksfall. «Wir sind gerne eingesprungen, sonst hätte es die Velobörse in Wohlen wohl nicht mehr gegeben.» Die grosse Besucherzahl und die Velos, die zum Verkauf standen, zeigen, «dass in Wohlen eine Velobörse ein Bedürfnis ist». In der Schweiz gibt es zudem rund 30 bis 40 solcher Börsen. Guido Meienhofer spricht jedenfalls von einer gelungenen Premiere. Die zum Weitermachen motiviert. Sofern die Vereinsmitglieder beim Organisieren weiterhin mitmachen, wird wohl auch nächstes Jahr eine Velobörse stattfinden.
25 Fahrräder gehen an Velafrica
Und die Velobörse hat noch einen anderen Effekt. Werden Velos nicht verkauft und wollen die Besitzer ihre Velos nicht zurücknehmen, dann gehen diese Fahrräder an die Organisation Velafrica. Diese Organisation sammelt ausgediente Velos, stellt sie instand und exportiert sie zu Partnerunternehmen in Afrika. Velafrica-Partner bilden Jugendliche zudem in Velomechanik aus. Und so erfüllen diese Velos gleich mehrere Zwecke. Pro Velo Region Wohlen konnte dank der Börse 25 Fahrräder an Velafrica spenden. --dm