1. Liga: TV Muri – SG Horgen/Wädenswil (Samstag, 16 Uhr, Muri Bachmatten)
Der TV Muri hat gegen Handball Seetal knapper als erwartet zwei Punkte geholt. Jetzt treffen die Freiämter auf ihren direkten Verfolger. Die SG Horgen/ Wädenswil, aktuell auf ...
1. Liga: TV Muri – SG Horgen/Wädenswil (Samstag, 16 Uhr, Muri Bachmatten)
Der TV Muri hat gegen Handball Seetal knapper als erwartet zwei Punkte geholt. Jetzt treffen die Freiämter auf ihren direkten Verfolger. Die SG Horgen/ Wädenswil, aktuell auf Rang 4, mit 19 Punkten, liegt drei Zähler hinter Muri auf Rang 3. Können die Klosterdörfler den Konkurrenten weiter distanzieren oder wird er vorbeiziehen?
Muri-Trainer Trainer Björn Navarin blickt der Begegnung von morgen Samstag ernst, aber gelassen entgegen: «Wir haben mit der SG Horgen/
Wädenswil eine Rechnung offen. Sie waren die Ersten, die uns in dieser Saison zwei Punkte abgenommen haben.» Am 11. Oktober des vergangenen Jahres gab es die Auswärtsniederlage gegen die Zürcher. Muri wurde nach hartem Kampf mit 28:33 geschlagen. «Im Hinspiel sind wir gut gestartet, hatten aber Probleme mit den erfahrenen Spielern aus ihren Reihen. Deren physische Präsenz war nicht wegzudiskutieren.»
Besonders die Spieler mit Nationalliga-B-Erfahrung, wie Stefan Burgherr (73 Tore bislang) und Cyril Schäfer (79 Tore), könnten dem Goalie-Gespann der Murianer erneut gefährlich werden. Auch die erfahrenen Spieler der Zürcher wollen ihre Torstatistiken weiter ausbauen. Einige von ihnen sind ganze 15 Jahre älter als die jüngsten Murianer.
Agilität als Schlüssel zum Erfolg
Erfahrung muss allerdings nicht immer von Vorteil sein. Was Horgen/ Wädenswil an Spielerjahren mitbringt, kontert Muri mit Agilität und Raffinesse. Das zeigte sich phasenweise auch im Spiel letzte Woche gegen die SG Handball Seetal. Aufgrund vieler vergebener Torchancen war Einfallsreichtum gefragt, um doch noch siegreich nach Hause zu gehen. «Unser Auftritt letzten Samstag gegen Seetal war sicherlich nicht das, was wir erwartet hatten. Sie haben wirklich gut gespielt. Es war unvergleichbar mit ihrer Leistung im Hinspiel», so Navarin. Muri auf der Gegenseite hatte nicht den besten Tag erwischt: «Die Wurfeffektivität litt, wir hatten 21 Fehlwürfe.»
Ob das Duell gegen Seetal den Murianern einen Input für das Spiel gegen Horgen/Wädenswil liefern konnte, bejaht Navarin entschieden. «In der Verteidigung, im Zweikampf und im Deckungsverband waren wir zu löchrig. Fünf Minuten vor Schluss mit vier Toren zu führen und die Entscheidung dann doch noch so knapp werden zu lassen, ist heikel. Wir hatten gute Chancen bis zum Schluss, brachten den Ball aber nicht am Torhüter vorbei. Dann werden die Spieler nervös und das Spiel noch enger.»
Gezieltes Training für das nächste Spiel
Muri will morgen Samstag nichts dem Zufall überlassen. «Die letzten zwei Punkte nahmen wir gerne mit.» Zwei weitere Punkte sollen gegen Horgen/
Wädenswil her. Entsprechend hat sich die Mannschaft neu ausgerichtet und im Training gezielt Schwerpunkte gesetzt. «Diese Woche haben wir am Wurfverhalten gefeilt», verrät der Trainer. «Wir mussten uns eingestehen, dass wir das Werfen nicht im selben monotonen Rhythmus trainieren dürfen. Wir investierten mehr in den Sprung, sodass die Spieler beim Abschluss in der Luft genügend Zeit haben, um auf Bewegungen des Torhüters zu reagieren.» Hektik bei Abschlüssen soll minimiert werden. «Ein zentraler Fokus liegt aktuell auf der Verteidigungsarbeit und dem Drillen der Grundlagen, damit wir beim Eins-gegen-eins flink und sicher verteidigen können.»
Ob sich die Trainingsstrategie auszahlt, entscheidet sich morgen Samstag in der Bachmattenhalle. «Wenn jeder von uns seinen Job macht und innerhalb unseres Spielsystems seine Möglichkeiten nutzt, dann spielen wir wirklich guten Handball.» Kleine Missgeschicke können das Spiel jedoch ins Stocken bringen. «Dann wird es wiederum harzig», bestätigt Trainer Navarin die Gratwanderung zwischen Effektivität und Risiko. --tvm