1. Liga: HSG Siggenthal/Baden Endingen – TV Muri 38:30 (17:12)
Der TV Muri hat beim Spitzenteam Siggenthal nichts zu bestellen. Phasenweise ist der Auftritt der Freiämter desolat. Was Muri nach einer starken Startphase zu bieten hatte, war ernüchternd. Es ...
1. Liga: HSG Siggenthal/Baden Endingen – TV Muri 38:30 (17:12)
Der TV Muri hat beim Spitzenteam Siggenthal nichts zu bestellen. Phasenweise ist der Auftritt der Freiämter desolat. Was Muri nach einer starken Startphase zu bieten hatte, war ernüchternd. Es fehlte an allen Ecken und Enden.
Verheissungsvoll startete der TV Muri in Siggenthal in die Partie. Nach sieben Minuten führte man 3:5. Die Mutmassung der vergangenen Wochen, dass Muri mit Spitzenteams besser zurechtkommt als mit Teams, die in den hinteren Regionen klassiert sind, schien sich wie schon gegen Olten und Altdorf zu bewahrheiten. Nichts deutete nach der Startphase darauf hin, dass diese Anfangsphase die einzigen Minuten waren, in denen die Murianer mit den Gastgebern mithalten konnten. Als hätte jemand an einem Schalter gedreht, war danach der Ofen aus.
13 Minuten ohne Tor
Den nächsten Treffer erzielte Muri in der 20. Minute. Zu diesem Zeitpunkt lag man aber bereits mit 10:5 im Hintertreffen. Auch wegen einer Tempoverschärfung der Einheimischen verlor Muri komplett den Faden. In den restlichen 40 Minuten, aber vor allem nach der Pause, machten sich zeitweise Zerfallserscheinungen bemerkbar. Muri wirkte über weite Strecken leblos. Im Angriff fehlten die zündenden Ideen und regelmässig wurden falsche Entscheidungen getroffen. Was etliche Fehlwürfe und technische Fehler zur Folge hatte. Ein ähnlich negatives Bild gab die Abwehr ab. Zu gross waren die Distanzen zu den Mitspielern. Von einem Abwehrbollwerk, wie man es noch vor wenigen Wochen in Olten gesehen hatte, konnte nicht die Rede sein. Vielmehr glich die Verteidigungsarbeit einem lauen Lüftchen. Auch die nötige Aggressivität in den Zweikämpfen liess man schmerzlich vermissen.
Leidtragende waren die beiden Torhüter Ivo Rütimann und Kim Davidson. An ihnen hat es nicht gelegen. Gleich drei von sechs Siebenmetern haben sie abgewehrt. Dazu kommen mehrere Gegenstösse, die sie mit spektakulären Paraden zunichte gemacht haben.
Lautstark und mit einer aggressiven Körpersprache versuchten sie immer wieder ihre Vorderleute aus der Lethargie zu wecken. Vergebens. Am Schluss konnte Muri froh sein, nicht mit 12 oder mehr Toren Unterschied nach Hause geschickt worden zu sein. Zu verdanken war das auch einigen schön herausgespielten Toren der Flügelspieler in den zehn letzten Minuten. Zu denken gibt, dass man bis in den Schlussminuten auf ein Aufbäumen der Klosterdörfler vergebens wartete. Auch nach der Pause kam keine Reaktion. Erstmals in dieser noch jungen Saison schlich sich dieses Szenario ein.
Heimspiele der Wahrheit
Für Muri folgen jetzt zwei Spiele der Wahrheit. In den folgenden beiden Heimspielen gegen Stans II (Samstag, 2. November, 16 Uhr) und Willisau (Sonntag, 10. November, 16 Uhr) sind Punkte ein Muss. Jetzt sind alle gefordert, mit der richtigen Einstellung ans Werk zu gehen. Ist dies nicht der Fall, sieht sich Muri in der Weihnachtspause im Tabellenkeller wieder. --tvm