Musik aus Osteuropa
28.06.2024 Merenschwand, Region OberfreiamtSommerkonzert am Sonntag in der Kirche Merenschwand
Die Orchestergesellschaft Affoltern spielt am Sonntagabend ab 19 Uhr Werke von international erfolgreichen Komponisten aus Osteuropa.
Der Abend beginnt tänzerisch mit der «Valse-Fantasie» ...
Sommerkonzert am Sonntag in der Kirche Merenschwand
Die Orchestergesellschaft Affoltern spielt am Sonntagabend ab 19 Uhr Werke von international erfolgreichen Komponisten aus Osteuropa.
Der Abend beginnt tänzerisch mit der «Valse-Fantasie» von Michail Glinka (1804–1857). Glinka entwickelte als Erster eine sehr persönliche, russisch geprägte Musiksprache. Er wird deshalb als «Vater der russischen Musik» bezeichnet. «Es ist das Volk, welches die Musik schafft. Wir Musiker arrangieren sie nur», sagte der Weitgereiste.
Im Kontrabasskonzert von Sergei Kussewizki (1874–1951) kann der Solist die Möglichkeiten seines Instruments ausloten: Höhenflug und Tiefenrausch, lyrische Stellen und Dramatik pur! Bevor Kussewizki sich dem Dirigieren zuwandte, machte er als Kontrabassist Furore. Er prägte auch die US-Musik. 25 Jahre lang leitete er das Boston Symphony Orchestra.
«Steppenskizze»
«Eine Steppenskizze aus Mittelasien» von Alexander Borodin (1833–1887): Am Anfang steht die unendliche Weite der Steppe … aus ihr heraus erklingt Hufgetrappel einer Karawane … orientalische und russische Weisen werden hörbar … bis alles wieder untertaucht. Borodin schuf dieses meisterhafte Stimmungsbild 1880.
Zum Schluss erklingt die «Tschechische Suite» von Antonin Dvorak (1841– 1904). 1892 wurde Dvorak als Direktor an das «National Conservatory of Music» in New York berufen. Man erhoffte sich von ihm, dem Ausländer, eine Förderung der spezifischen Eigenart der amerikanischen Musik. Bereits drei Jahre später verliess er die Stelle. Es zog ihn zurück in seine Heimat.
Solist Aliaksei Chvarkou wuchs in Gomel (Belarus) in einer Musikerfamilie auf. Mit fünfzehn Jahren wechselte er vom Cello auf den Kontrabass. Bereits während seines Studiums am Staatlichen Kolleg der Künste gewann er verschiedene Wettbewerbe in Belarus, Russland und Serbien.
Seit 2019 studiert Aliaksei Chvarkou an der Hochschule Luzern Musik. Er ist Zuzüger beim Luzerner Sinfonieorchester und schliesst zurzeit seinen Master ab. --zg
Konzert am Sonntag, 30. Juni, 19 Uhr, in der Kirche St. Vitus, Merenschwand.