Neuer Name, gleiche Ziele

Fr, 27. Nov. 2020
Kilian Rosenberg (rechts) und Reto Hübscher, neuer Vorsitzender der Bankleitung sowie aktueller Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden. Bild: zg

Fusion zweier Raiffeisenbanken geplant

Die Raiffeisenbank am Lindenberg und die Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden wollen sich zusammenschliessen

Bei der Raiffeisenbank am Lindenberg sind aktuell 19 Mitarbeitende beschäftigt. Die Bank weist eine Bilanzsumme von rund 480 Millionen Franken aus und zählt 2685 Genossenschafter als Mitbesitzer der Bank. Bei der Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden arbeiten 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bank weist eine Bilanzsumme von rund 600 Millionen Franken aus und zählt 4188 Genossenschafter als Mitbesitzer der Bank. Beide Raiffeisenbanken haben sich zu wichtigen Finanzdienstleistern in der Region entwickelt.

Jetzt planen sie einen Zusammenschluss unter dem neuen Namen «Raiffeisenbank Reuss-Lindenberg». Damit soll ein klares Bekenntnis zur Region gemacht werden. --sus


Gemeinsam stark

Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden und Raiffeisenbank am Lindenberg fusionieren

Die Raiffeisenbanken Merenschwand-Obfelden und am Lindenberg informierten an zwei Orientierungsversammlungen über den aktuellen Stand und die Modalitäten des geplanten Zusammenschlusses im nächsten Jahr. Die gewohnt lokale Tätigkeit und die Nähe zu den Kundinnen und Kunden werden beibehalten.

Die beiden Raiffeisenbanken wiesen in den letzten Jahren sowohl bei der Bilanzsumme als auch bei den Mitgliederzahlen sehr gute Wachstumsraten auf. Der gesellschaftliche und technologische Wandel und die damit einhergehenden veränderten Kundenbedürfnisse stellen die beiden Banken jedoch vor zahlreiche grosse Herausforderungen. Gesetzliche Anforderungen nehmen zu, ebenso der Wettbewerbsdruck, und grosse Investitionen aufgrund der rasanten Entwicklung der Bankentechnologie sind unumgänglich.

Neue Geschäftsfelder erschliessen

Ein Zusammenschluss steigert das Marktpotenzial sowie die Konkurrenzfähigkeit und generiert Synergieeffekte. Dies eröffnet die Chance, neue Geschäftsfelder zu erschliessen und die Positionierung zu stärken. Für einen Zusammenschluss der beiden Nachbarbanken spricht zudem die Tatsache, dass sich die Geschäftskreise der beiden Raiffeisenbanken optimal ergänzen.

Aus diesen Gründen haben sich die Verwaltungsräte beider Banken für den gemeinsamen Weg entschieden. Sie sind überzeugt, dass mit dem partnerschaftlichen Zusammenschluss die anstehenden Aufgaben mit vereinten Kräften gemeistert werden können.

Alle Dienstleistungen werden weiterhin angeboten

Am 24. und 25. November wurden die Genossenschafterinnen und Genossenschafter an Informationsabenden detailliert über das Vorhaben orientiert. Damit alle Interessierten, die aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht teilnehmen konnten oder wollten, trotzdem zu den Informationen gelangen, wurden die Informationsabende aufgezeichnet. Das Video kann ab Mitte Dezember unter www. raiffeisen.ch/merenschwand-obfelden oder www.raiffeisen.ch /am-lindenberg angeschaut werden. «Wir werden auch weiterhin lokal verankert sein und die Nähe zu den Kundinnen und Kunden beibehalten, denn ‹Nähe› bedeutet, sich zu kennen», führt Kilian Rosenberg, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank am Lindenberg, aus. Alle Dienstleistungen in den Bankstellen in Auw, Beinwil, Merenschwand und Obfelden werden weiterhin angeboten. «Dass dem nicht so ist, war eine der grössten Ängste unserer Genossenschafterinnen und Genossenschafter.» Wie das in fünf Jahren aussehen wird, könne natürlich keiner mit Sicherheit voraussehen, informiert Rosenberg. Die angebotenen Dienstleistungen würden durch das Kundenverhalten bestimmt werden. «Da die Genossenschafter auch Eigentümer sind, ist es unsere Aufgabe, die zur Verfügung stehenden Mittel dort einzusetzen, wo alle am meisten profitieren können.» Auch die Mitarbeiter werden von dieser Fusion in Form von erweiterten Berufsperspektiven profitieren. «Wir freuen uns, innerhalb der neuen Bankenorganisation allen bestehenden Mitarbeitern eine ansprechende Stelle offerieren zu können», bestätigt André Kissling, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden.

Kilian Rosenberg wird neuer Präsident

Juristischer Hauptsitz der neuen Bank wird in Merenschwand sein. Der zukünftige Verwaltungsrat wird sich aus Mitgliedern der beiden heutigen Raiffeisenbanken formieren. Als Präsident ist Kilian Rosenberg, heutiger Präsident der Raiffeisenbank am Lindenberg, vorgesehen. «Die grösste Herausforderung der nächsten Jahre wird der Zerfall der Zinsmarge sein. Da unser Hauptgeschäft im Hypothekarbereich liegt, müssen das Anlagegeschäft sowie der Kundenbereich noch stärker ausgebaut werden», ist Rosenberg überzeugt.

Die weiteren nominierten Verwaltungsratsmitglieder sind André Kissling, Thomas Meyer, Petra Gobet, Simone Meier und Bruno Niederberger. Auch die neue Bankleitung setzt sich mit Reto Hübscher als Vorsitzendem und den Mitgliedern Urs Jenni, Gerhard Niederberger, Roger Schleiss sowie Quirin Senn aus beiden heutigen Bankleitungen zusammen. Walter Gärtner, heutiger Vorsitzender der Raiffeisenbank am Lindenberg, darf 2021 seine wohlverdiente Pensionierung antreten.

Neuer Name als Bekenntnis zur Region

Da ein zusammengesetzter Bankname aus den bisherigen Bankbezeichnungen nicht praktikabel ist und sich der neue Geschäftskreis vom Lindenberg bis über die Reuss erstreckt, haben sich die Verantwortlichen entschieden, bei den Mitgliedern den neuen Namen «Raiffeisenbank Reuss-Lindenberg» zu beantragen. Damit wird ein klares Bekenntnis zur Region mit dem Geschäftskreis der Gemeinden Auw, Beinwil, Geltwil, Merenschwand, Mühlau und Obfelden abgegeben. «Die Fusion ist der richtige Weg für eine nachhaltige Weiterentwicklung», ist Kilian Rosenberg überzeugt.

Die neue Raiffeisenbank wird eine Bilanzsumme von rund einer Milliarde Franken aufweisen und mehr als 6800 Mitglieder zählen.

Den definitiven Beschluss fassen die Mitglieder am 19. März 2021 (Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden) und 26. März 2021 (Raiffeisenbank am Lindenberg) an den jeweiligen Generalversammlungen. --red

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