Titel nach 16 Jahren

Di, 11. Mai. 2021

Besonderer Mannschaftstitel für Freiämter Ringernachwuchs

Der Nachwuchs der Ringerstaffel Freiamt hat den Grossen gezeigt, wie man Meister wird. Das von Michael Bucher geführte Team gewann mit einem fulminanten Endspurt in Weinfelden die Ostschweizer Jugend-Mannschaftsmeisterschaft und beendet eine lange Durststrecke.

Die Euphorie war beim Leiterteam am Schluss fast grösser als bei den Freiämter Jugendringern. «Wenn ihr so weitertrainiert, werdet ihr in zehn Jahren Schweizer Meister bei den Grossen», stellte Freiamts Leistungssportchef Reto Gisler der Mannschaft nach dem Gewinn der Ostschweizer Jugend-Mannschaftsmeisterschaft in Aussicht.

Seit 2014 kein Podestplatz mehr

Dass dies nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist, zeigt die Vergangenheit. Freiamt gewann diesen Titel letztmals 2005. Damals kämpfte Michael Bucher, ein späterer Siegringer in der Nationalliga A, in der untersten Gewichtsklasse bis 26 kg. Die jungen Ringer staunten und schmunzelten, als ihr Teamchef diese Episode bei der Schlussansprache erzählte.

Der Ostschweizer Ringerverband ist der einzige der drei Regionalverbände, der eine Jugendmeisterschaft durchführt. Diesen Frühling beteiligten sich zehn Vereine in zwei Leistungsklassen. Traditionell gehört Freiamt der ersten Stärkeklasse an, aber seit 2014 resultierte kein Podestplatz mehr. Doch jetzt passte wieder einmal alles zusammen. «Das ist bei 15 Gewichtsklassen und einem Altersbereich von 6 bis 15 Jahren nicht einfach», sagt Cheftrainer Michael Bucher dazu.

An den ersten drei Kampftagen mit sieben Begegnungen gewann Freiamt sechsmal. Einzig das Duell gegen Schattdorf ging 26:33 verloren. Doch im weiteren Verlauf steigerte sich der Nachwuchs der Ringerhochburg. Nach der gelungenen Revanche gegen Schattdorf vor Wochenfrist begann Jugend-Cheftrainer Bucher zu rechnen. Drei Siege in der Schlussrunde in Weinfelden könnten zum Gewinn der Meisterschaft reichen.

Breites Kader, starke Leistung

Insgesamt verfügte Bucher über ein Kader von 43 Ringern. Für die drei Schlusskämpfe setzte er im Thurgau 23 ein. Im Startkampf gegen Gastgeber Weinfelden war noch nicht die Bestbesetzung notwendig, um einen ungefährdeten 41:18-Sieg zu sichern. Auch Oberriet-Grabs in der zweiten Begegnung stand klar auf verlorenem Posten. Freiamt verstärkte die Aufstellung und triumphierte 40:20. Trotzdem forderte der Trainerstab von den jungen Freiämtern zum Abschluss gegen Kriessern mehr Konzentration und die Besinnung auf die eigenen Stärken.

Erleichterung und Mahnung

Kriessern hatte zuvor Leader Schattdorf geschlagen. Dadurch bot sich Freiamt die Chance, mit einem Sieg ohne Rechnerei den Titel zu gewinnen. Bei einer Niederlage wären drei Teams punktgleich gewesen. «Kriessern ist stark», drückte Betreuer Reto Gisler vor Beginn der Schlussbegegnung mit Finalcharakter auf die Euphoriebremse. In der Folge bestätigte das Freiämter Team den Aufwärtstrend. Zwar verlief die erste Hälfte mit den Leichtgewichtern noch ausgeglichen, dann entschieden die jungen Freiämter aber den Titelkampf mit fünf Siegen in Serie für sich. Am Schluss gewann Freiamt 37:21 (bei 10:5 gewonnenen Einzelkämpfen).

Beim Freiämter Betreuerstab, darunter Olympiaringer Pascal Strebel und der vierfache Olympia-Kampfrichter Victor Meier, wich die Anspannung der Erleichterung, dass der Nachwuchs die erwartete respektive erhoffte Leistung zeigen konnte. Bevor das Erfolgsteam den Heimweg unter die Räder nahm und zu Hause in Aristau den Titelgewinn in kleinem Rahmen feierte, mahnte Michael Bucher, den Trainingsfleiss der letzten Monate nicht aufzugeben: «Der Erfolg ist nur gemietet, damit können wir nichts kaufen.» --wr

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