Verschiedene Theater im Theater
06.03.2026 Theater, Muri«Die Dernière» heisst das Stück, das die Theatergruppe der Bez in zwei Wochen aufführt
Es geht an die letzten Details. Vom 20. bis 22. März zeigt die Theatergruppe der Bez Muri, was sie in den letzten Monaten eingeübt hat. «Die ...
«Die Dernière» heisst das Stück, das die Theatergruppe der Bez in zwei Wochen aufführt
Es geht an die letzten Details. Vom 20. bis 22. März zeigt die Theatergruppe der Bez Muri, was sie in den letzten Monaten eingeübt hat. «Die Dernière» nimmt das Publikum mit in eine Gruppe Jugendlicher, die vom Theater begeistert sind und sich dadurch wieder neu finden.
Annemarie Keusch
Verändert hat sich nicht viel. Auch der Hauswart ist immer noch gleich streng wie damals, als sie selbst in die Schule gingen. Seither ist einige Zeit vergangen, die Wege haben sich getrennt. Und doch verbindet die Gruppe ein Traum, ein Ziel: nochmals gemeinsam ein Theater auf die Bühne bringen. Doch welches? Mal üben sie eine Szene aus diesem Werk, mal von jenem. Oder doch der Klassiker, Momo? Dass sich nicht mehr alle gleich gut verstehen wie damals in der Schule, liegt auf der Hand. Auch eine alte Liebschaft flammt wieder auf. Das macht es nicht einfacher, zu einer Gruppe zu verwachsen, die erfolgreich ein Theaterstück auf die Bühne bringt.
Darum geht es in «Die Dernière». Die Idee dafür stammt von Peter Hochuli, der seit Jahren das Theater der Bez mit seiner Frau Susanne Hochuli und Mauro Nogara leitet. Er lacht und fasst sich an den Kopf, als er auf die sehr aussergewöhnliche Geschichte angesprochen wird. «Die einzelnen Szenen darin entstammen Stücken, die wir hier an der Bez bereits aufgeführt haben», sagt Hochuli. Warum eigentlich der Titel «Die Dernière»? Alina hatte die Idee, die Gruppe zu einem Theaterprojekt zu reaktivieren, und leitet dieses auch. Am Abend vor der Hauptprobe sagt sie: «Das mache ich nie wieder.» «Vor der Premiere ist schon klar, dass es die Dernière sein wird. So entstand der Titel», erzählt Peter Hochuli.
Es geht an die Details
Noch bleiben zwei Wochen, bis das Stück in der Aula der Bezirksschule aufgeführt wird. «Grüezi Herr Hochuli, grüezi Frau Hochuli, grüezi Herr Nogara.» Die Begrüssung sitzt längst und ertönt im Chor. Auch sonst, die 24 Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Bez-Klassen sind ein eingespieltes Team. Die groben Abläufe sitzen, die Texte ebenfalls grösstenteils. «Es geht an die Details», sagt auch Theaterleiter Peter Hochuli. Und das wird an diesem Nachmittag deutlich.
Wenn etwa noch über die Requisiten diskutiert wird. Die Schuhe, die sie als Momo tragen muss. Die schwarzen Handschuhe, die nun erstmals da sind. Die Plastikkisten, in die alle Pantomimen-Darstellerinnen ihre Requisiten versorgen können. «Ordnung hinter der Bühne ist wichtig, sonst wird es sehr schwierig», mahnt Mauro Nogara.
Im Stück und in der Realität
Es geht noch um die Gestaltung einzelner Szenen. Bleiben die Techniker auf der Bühne, nachdem sie eine Wand installiert haben? Sollen die Pantomimen hinter der Wand nicht liegen, sondern im zweiten Teil der Szene knien, damit sie besser zur Geltung kommen? Braucht es ein schwarzes Tuch über dem Kühlschrank? Zwei Wochen bleiben, um auf all diese Fragen Antworten zu finden. Und um die Szenen zu üben, zu üben und noch einmal zu üben, damit an den drei Aufführungen alles passt. Atmen, die Stimme aufwärmen – das tut die Gruppe zu Beginn der Proben und auch im Stück. Überhaupt, was in «Die Dernière» gilt, gilt auch ausserhalb der Theaterbühne. «Die Hauptprobe ist wie eine Aufführung.» Oder der letzte Satz des doch nicht so strengen Hauswarts: «Ich bewundere die Jugend und den Willen, den die Jugendlichen haben.»
Die Aufführungen finden statt am Freitag, 20. März, 20 Uhr, Samstag, 21. März, 20 Uhr, und Sonntag, 22. März, 17 Uhr. Reservationen unter www.schulemuri.ch, Rubrik Aktuelles. Die Theaterbar ist jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn geöffnet.



