Viel Infos mit wenig Klicks

Di, 15. Jun. 2021
Tobias Schär will, dass sich die Merenschwander Bevölkerung ohne grossen Aufwand über die Kandidaten informieren kann. Bild: zg

Tobias Schär lanciert die kommunale Wahlplattform «Unser Merenschwand»

Im Herbst wählen die Gemeinden ihre Behörden- und Kommissionsmitglieder neu. Dass es um die fünf Sitze im Merenschwander Gemeinderat eine Kampfwahl gibt, ist heute schon klar. Nicht nur deshalb hat Tobias Schär die Plattform «Unser Merenschwand» ins Leben gerufen. «Die Leute sollen sich informieren können», sagt er.

Annemarie Keusch

Möglichkeiten gibt es verschiedene. Wer sich über die Kandidierenden für den Gemeinderat informieren will, der kann die Website der Gemeinde besuchen. Oder persönlich auf die Kandidierenden zugehen. Oder sich anhand von Artikeln in der Zeitung ein Bild machen. Oder in Merenschwand kann er oder sie neu die Homepage w w w.u n ser-merenschwand.ch besuchen. «Es ist mir wichtig, dass die Bevölkerung die Chance erhält, sich mit den Kandidaten auseinanderzusetzen», sagt Tobias Schär. Er ist Initiant der Plattform und selber Kandidat für einen Gemeinderatssitz.

Dass nicht alle Leute genug Zeit haben, sich via Gemeinde, via direkten Kontakt oder via Zeitung über die Kandidatinnen und Kandidaten zu informieren, weiss Schär aus eigener Erfahrung. «Die Kommunalwahlen sind aber wichtig und Informationen müssen einfach öffentlich zugänglich sein», sagt er. Die Website ermöglicht dies, mit einem Klick. Entstanden ist die Idee zu «Unser Merenschwand», als sich Schär mit seinem eigenen Wahlkampf beschäftigte. Er machte sich Überlegungen zu seiner eigenen Vision, seiner Strategie, seinen Fähigkeiten. «Eben solche Überlegungen sollten den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern zugänglich gemacht werden», ist er überzeugt. Ein entsprechendes Gefäss gab es bisher nicht, Schär entwickelte es.

Bisherige schlugen Informationsanfrage noch aus

Sechs Kandidaten stehen schon fest für die Gesamterneuerungswahlen im September. Die vier Bisherigen Claudia Dober, Karin Brauchli, Rainer Heggli und Daniel Schmid kandidieren für vier weitere Jahre. Kevin Vaes und Tobias Schär sind die neuen Kandidaten und die einzigen beiden, über die «Unser Merenschwand» Infos bietet. «Weitere Informationen folgen in Kürze», steht bei den vier Bisherigen. «Der karge Anblick wird sich hoffentlich bald ändern», sagt Tobias Schär. Natürlich habe er auch die Bisherigen angefragt, ob sie ihre Inhalte auf der Homepage veröffentlichen möchten. «Diese Informationsanfrage wurde aber bisher von allen vier Wiederwählbaren ausgeschlagen.» Die Option stehe aber weiter offen, die entsprechenden Texte nachzuliefern. Gleiches gelte für allfällige weitere Kandidatinnen oder Kandidaten. «Ich erstelle gerne für alle ein entsprechendes Profil.»

Dass es auch in Dörfern wie Merenschwand solche Plattformen braucht, davon ist Tobias Schär überzeugt. «Direkte Gespräche liefern gute Informationen, aber öffentlich platzierte Aussagen haben doch noch eine andere Wirkung. Sie sind verpflichtender als Worte in einem spontanen Gespräch.» Zudem sei es gerade für Neukandidierende auch nicht immer einfach, ins Gespräch mit der Bevölkerung zu kommen, wenn das Netzwerk in der Gemeinde noch klein sei. «Ich weiss beispielsweise, dass viele noch nicht wissen, was ich mit einer Kandidatur zur Weiterentwicklung beitragen möchte.»

Keine Parteilogos

Die Plattform sei bisher in der Bevölkerung gut angekommen. «Der wahre Test steht aber noch bevor», sagt Schär. In nächster Zeit wird er allen Haushalten, ob stimmberechtigt oder nicht, eine Umfrage zustellen, um den Puls der Bevölkerung zu spüren. Er hofft auf möglichst viele Rückmeldungen, ob direkt wie «Unser Merenschwand» oder per Post. Auch ein Podiumsgespräch mit den Kandidierenden denkt Schär an.

Macht er diese Plattform als persönlichen Wahlkampf oder wirklich, um die breite Öffentlichkeit zu informieren? Schär betont: «Die Website wird unabhängig von den individuellen Wahlkämpfen betrieben.» Darum seien auch keine Parteilogos präsent. Die kommunalen Wahlen sollten im Grundsatz personen- und nicht parteibezogen sein, findet Tobias Schär. «Meiner Meinung nach darf ich aber klar auch dazu stehen, dass ich die Aktion initiiert habe.» Die Homepage enthalte auch viele Elemente, die er als Teile einer weiterentwicklungsfähigen Gemeinde verstehe. Was aus dieser Vision noch entstehe, darüber befinde das Stimmvolk. Seine Plattform ist eine der Möglichkeiten, über die sich Wählerinnen und Wähler vorher informieren können.

Mehr Informationen unter www.unser-merenschwand.ch.

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