Viel näher als gedacht
17.03.2026 Fussball, Sport, Muri, MusikSportlerinnen für Oboe und Fagott
Fussballerin Alayah Pilgrim und Handballerin Daphne Gautschi. Als Profisportlerinnen begeistern sie in den Nationalmannschaften, als Patronatsträgerinnen unterstützen sie «The Muri Competition». --ake
...Sportlerinnen für Oboe und Fagott
Fussballerin Alayah Pilgrim und Handballerin Daphne Gautschi. Als Profisportlerinnen begeistern sie in den Nationalmannschaften, als Patronatsträgerinnen unterstützen sie «The Muri Competition». --ake
Alayah Pilgrim und Daphne Gautschi sind Patronatsträgerinnen von «The Muri Competition»
Vom 9. bis am 19. April findet der internationale Fagott- und Oboen-Wettbewerb «The Muri Competition» statt. Zu den Unterstützerinnen zählen mit Alayah Pilgrim und Daphne Gautschi auch die besten Sportlerinnen von Muri. Eine davon hat gar einst selbst bei Organisator Renato Bizzotto Oboe gespielt.
Annemarie Keusch
Die eine ist Fussballerin. Nationalmannschaft und AS Roma. Die andere ist Handballerin. Ebenfalls Nationalmannschaft. Râmnicu Vâlcea. Beide sind sie in Muri aufgewachsen und beide eroberten sie die Welt ihres Sports: Alayah Pilgrim und Daphne Gautschi. Und beide sind sie überzeugt: «Es gibt viele Parallelen zwischen dem Spitzensport und der Musik.»
Alayah Pilgrim nennt die Disziplin, die Erfolg in beiden Bereichen voraussetze, die Ausdauer, das tägliche Training, um ein hohes Niveau zu erreichen. «Gleichzeitig spielen auch Leidenschaft, Ausdruck und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment die Leistung abzurufen, eine grosse Rolle», sagt sie.
Ähnlich tönt es bei Daphne Gautschi. «Für mich sind sowohl Sport als auch Musik Formen der Kunst, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.» Man investiere unzählige Stunden, arbeite hart und gehe immer wieder an die Grenzen, um ein wirklich gutes Resultat zu erreichen.
Musik in die Wiege gelegt
Sport und Musik – es sind zwei Welten, die Gautschi und Pilgrim prägen. Dass sie Patronatsträgerinnen bei «The Muri Competition» sind, hängt nicht nur mit der Reichweite ab, die die beiden bekannten Sportlerinnen generieren. Daphne Gautschi kennt Renato Bizzotto, der hinter «The Muri Competition» steht, seit Kindheit. «Ich war bei ihm im Oboeunterricht und ging mit seinem Sohn Leonardo zur Schule», erzählt sie. Musik sei ihr sehr wichtig – ihr Vater habe ihr diese Begeisterung in die Wiege gelegt. Gautschi spielte Geige und eben Oboe. Und auch «The Muri Competition» ist ihr bekannt. «Ich war schon ein paar Mal vor Ort, um zuzuschauen und zuzuhören. Es ist eine tolle Sache, so viele tolle Musikerinnen und Musiker nach Muri zu holen.»
Über Grosseltern bekannt
Musik spielt auch im Leben von Alayah Pilgrim eine grosse Rolle. «Sie begleitet mich oft im Alltag und auch rund um den Sport, etwa zur Motivation vor Spielen oder zum Abschalten oder zur Meditation.» Mit Oboe oder Fagott hatte sie aber bisher keine Berührungspunkte. «Darum finde ich es spannend, durch dieses Projekt diese Instrumente besser kennenzulernen.» Der Kontakt dazu sei über eine Person aus ihrem Umfeld entstanden. «Als ich mehr über die Idee und die Förderung junger Musikerinnen und Musiker erfahren habe, fand ich das sofort eine sehr schöne Initiative», sagt Pilgrim. Nachwuchsförderung sei etwas, das sie auch aus dem Sport gut kenne und wichtig finde. Auch wenn Pilgrim bisher nicht direkt in Kontakt war mit «The Muri Competition». «Meine Grosseltern besuchten den Wettbewerb jedes Jahr und nahmen während der Wettbewerbswoche mehrmals internationale Musiker bei sich auf.»
Repräsentativ, Reichweite. Natürlich geht es als Patronatsträgerinnen auch darum. Dennoch, sie wären beide gerne vor Ort gewesen, wenn es bald so richtig losgeht. «Das geht leider nicht wegen meines Zeitplanes», sagt Daphne Gautschi. Auch Alayah Pilgrim muss wegen Trainings und Spielen absagen. Verfolgen werden sie den Anlass aber dennoch, wenn auch aus der Ferne.
Das Programm
Im Rahmen von «The Muri Competition» spielen Nachwuchstalente aus aller Herren Länder auf Weltklasse-Niveau um die Wette. In der ersten Runde vom Freitag, 10., bis Sonntag, 12. April, spielen die Teilnehmenden in je 20 Minuten die «Sonate in d-Moll» von Carl Philipp Emanuel Bach, Wq. 132, dazu entweder das «Concertino» von Marcel Bitsch, «Interférences I» von Roger Boutry oder «Hallucinations» von Alain Bernau.
Dreiteiliges Programm
In der zweiten Runde vom Dienstag, 14., und Mittwoch, 15. April, stellen die Teilnehmenden ein dreiteiliges Programm zusammen, das maximal 40 Minuten dauern darf, wobei für jeden Teil zwei bis drei Optionen zur Auswahl stehen. In den ersten beiden Runden dürfen die Teilnehmenden auf Klavierbegleitung zählen.
Finalkonzert am Sonntag
Im Halbfinale vom Freitag, 17. April, steht den Solistinnen und Solisten ein Kammerorchester zur Seite, am Finalkonzert vom Sonntagabend, 19. April, dann ein «richtiges» Orchester. Da gilt es, das «Fagottkonzert in F-Dur, op. 75» von Carl Maria von Weber auswendig zu spielen. Die Preisverleihung findet im Anschluss ans Finalkonzert statt.
Mehr Informationen unter: www.the-muri-competition.ch.



