CHLOSTERGEISCHT
16.01.2026 Muri, KolumneDer Präsident des Gewerbevereins Muri und Umgebung, Urs Beyeler, kam zum Neujahrsapéro im Hemd des OKs der Gewerbeausstellung. OK-Präsident desselbigen Anlasses, Bernhard Fischer, nicht. Er habe sein Hemd in der Wäsche. Kein Wunder, wenn schon bald alle Standplätze ...
Der Präsident des Gewerbevereins Muri und Umgebung, Urs Beyeler, kam zum Neujahrsapéro im Hemd des OKs der Gewerbeausstellung. OK-Präsident desselbigen Anlasses, Bernhard Fischer, nicht. Er habe sein Hemd in der Wäsche. Kein Wunder, wenn schon bald alle Standplätze vergeben sind, da wird der OK-Präsident wohl ab und an ins Hemd gestiegen sein. Und um die letzten Plätze auch zu besetzen, ist ein frisches Hemd wohl eine gute Grundlage. Wie würde die Werbung dazu sagen: eine dufte Geschichte.
Ebenfalls an diesem Anlass überreichte Urs Beyeler Co-Gastgeber Marco Staubli eine vom lokalen Bäcker gebackene Flasche. Süss und in den Farben des Getränkelieferanten. Sie lag da schön drapiert. Bei der Übergabe allerdings kam sie unerwartet etwas ins Rutschen, konnte aber vor dem Fall gerettet werden. Marco Staubli meinte zum Missgeschick: «Ich bin halt besser im Umgang von gefüllten Flaschen.»
Auf dem Rundgang erklärte eine Mitarbeiterin der Staubli Getränke AG, dass es bei der Be- und Entladestation eine Fläche gibt, auf der den ganzen Tag über Leergut und leere Flaschen sortiert werden. Damit leere Gebinde auch richtig an die Lieferanten retourniert werden können. Das hätte wohl kaum jemand vermutet. Doch auch an diesem Tag steht eine Wand mit halb leeren Kisten bereit, die noch auf weitere Flaschen warten. Und dabei glauben wir Schweizer doch, wir seien Recycling-Weltmeister. Wie so oft steckt der Teufel im Detail, oder wie hier in der Feinsortierung.
Damit hätten sie nicht gerechnet. Dass das Kostüm-Karussell ankommt, das hofften sie. Dass aber gleich so viele Leute ihre «Gwändli» bringen und so viele Interessierte nach neuen Verkleidungen Ausschau hielten, das brachte die Organisatorinnen Daniela Schweizer und Verena Wigger ins Staunen. Aufgepasst also: Wer sich heuer beim Identifizieren der Fasnächtler rein auf das Kostüm verlässt, könnte in Schwierigkeiten geraten.
Sind es Kühe oder Schweine? Die kunstvoll aus Altpapier gefaltete Papierdeko ist am Agro-Träff in Auw an verschiedenen Tischen Gesprächsthema. «Es sind Kühe», löst Vorstandsmitglied Marlen Etterlin auf. Entstanden sei das Deko-Vieh in zahlreichen Origami-Faltstunden, unter anderem im Goms, auf dem Sofa vor dem Fernseher, in Familienzusammenarbeit – ja, manche der Kunsthandwerkerinnen haben vermutlich sogar im Schlaf noch weitergefaltet. Von «echter Handarbeit mit Biss» sprach Marlen Etterlin in Anlehnung ans Tagungsmotto.
«Verstöi aui Bärndütsch?» Die Moderation übernimmt am «Agro-Träff» Adrian Krebs, ehemaliger Chefredaktor der «Bauernzeitung», die in Münchenbuchsee domiziliert ist. Dass er den Anwesenden ein ähnlich erfreuliches Jahr wünschte, wie das soeben abgeschlossene, liess eine deutlich grössere Entfernung erahnen. Doch im nächsten Satz wurde klar, dass sich das «erfreulich» nicht auf die Weltlage bezog, sondern rein auf die Landwirtschaft:
«Wahrscheinlich hatte ich schon im ersten Jahr das beste Jahr meines Lebens», zitierte Krebs einen Jungbauern, der 2025 frisch seinen Betrieb übernommen hat.
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