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27.01.2026 Wohlen, Leserbriefe, FasnachtBedauere den Entscheid
Es ist schlicht traurig, dass der Verkehrsfluss höher gewichtet wird als eine alte, bewährte Tradition – und dies an einem Sonntag, an dem die meisten nicht zur Arbeit müssen. Die Fasnacht lebt von Gemeinschaft und ...
Bedauere den Entscheid
Es ist schlicht traurig, dass der Verkehrsfluss höher gewichtet wird als eine alte, bewährte Tradition – und dies an einem Sonntag, an dem die meisten nicht zur Arbeit müssen. Die Fasnacht lebt von Gemeinschaft und Nähe. Dafür darf man Autofahrerinnen und Autofahrern durchaus zumuten, für eine gute Sache etwas Geduld aufzubringen. Ein paar Minuten Warten stehen in keinem Verhältnis zum Verlust, den eine verkürzte Umzugsroute für das Dorfleben bedeutet. Ich bedaure diesen Entscheid sehr und hoffe, dass die Wohler Fasnacht künftig wieder den Stellenwert erhält, den sie verdient.
Franziska Matter, Wohlen
Unmut ist verständlich
Ich verstehe all die Fasnächtler und Fasnächtlerinnen, die ihren Unmut über die verkürzte Umzugsroute und nicht fertig gedachte Lösung in ihren Leserbriefen öffentlich gemacht haben. Die Argumentation der zuständigen Behörden ist lächerlich. Gibt es ja andere kulturelle Anlässe, wo derselbe Kreisel gesperrt werden kann.
Wie erwähnt wurde, soll die Regionalpolizei vor zwei Jahren das Umzugs-OK mündlich über eine Änderung der Umzugsroute vorinformiert haben. Nur mündlich oder ist das protokolliert und von beiden Parteien unterzeichnet? Wieso wurde die Kommunikation mit dem OK erst wieder im September 2025 und nicht früher aufgenommen?
Es weckt in mir das Gefühl, dass von Behördenseite gar kein Interesse an einem Fasnachtsumzug in Wohlen besteht. Dass in diesen zwei Jahren keine bessere Lösung gefunden oder mit dem OK Umzug ausgearbeitet wurde, enttäuscht mich. Würde man den Umzug, wie früher, beim Bahnhof starten, müssten weder der Kreisel beim «Local» noch der auf dem Kirchenplatz gesperrt werden. Niemand müsste in Bremgarten Umleitungstafeln aufstellen. Die Bushaltestellen beim Bahnhof könnten für ca. 5 Stunden an die Farnbühlstrasse verlegt werden. So wie dies beim Bahnhofsum- bau auch gemacht wurde. Da war es auch möglich und hatte über eine längere Zeit super funktioniert. Es gäbe keine Einschränkungen für den ÖV. Der Umzug endet dann, wie in diesem Jahr, beim Rössli und wird dort aufgelöst. Eigentlich ganz einfach ... oder?
Ich gratuliere dem Umzugs-OK, dass es mit seiner Flexibilität geschafft hat, den Umzug trotzdem zu organisieren.
Daniel Melliger, Wohlen
Umzug verdient Unterstützung
Der abgekürzte Fasnachtsumzug verärgert viele. Die neue Route vermindert die Attraktivität des Umzugs und fügt der Wohler Fasnachtstradition erheblichen Schaden zu. Gemäss Mitteilung des Gemeinderates sei «die Einfahrt von der Bremgarterstrasse in die Pilatusstrasse nicht möglich». Ein Augenschein vor Ort zeigt, dass das Entfernen von sieben Eisenstangen und der Bauabschrankung das Problem lösen würde. Dies wäre einfach. Es braucht aber den Willen dazu. Dieser fehlt offenbar bei den Behörden
Es kann nicht sein, dass der Fasnachtsumzug, welcher seit Jahrzehnten gut funktioniert, von der Regionalpolizei und dem Gemeinderat dermassen eingeschränkt wird. Im Gegenteil. Es gilt dieses Kulturgut zu pflegen und zu unterstützen. Mit der Verleihung des Kulturpreises 2024 an das OK Wohler Fasnacht allein ist es nicht getan. Taten und nicht nur schöne Worte sind gefragt.
Walter Dubler, Wohlen
Sicherheit?
Zu unserer Kultur, unseren Bräuchen müssen wir Sorge tragen. Eine sichere Umleitung für einige Stunden sollte doch, wie früher, zu bewerkstelligen sein. Der grösste Teil des Verkehrs ist ja gemäss Kanton hausgemacht. Fasnachtsumzug, Jugendfestumzug, Räbeliechtliumzug, kirchliche Feste, um nur einige zu nennen, werden fortwährend aus dem Zentrum verbannt und dem Verkehr geopfert. Ich hoffe, die zuständigen Personen haben in Zukunft ein Einsehen, denn 850 Jahre Wohlen möchte ich nicht im Chüestellihau feiern.
Kurt Meier, Wohlen

