CHLOSCHTERGEISCHT
06.02.2026 Muri, KolumneDie ursprünglichen Gründer des Kinderwagen-Vermietunternehmens Loopi, welches in Muri seinen Servicepunkt hat, waren eine Gruppe junger Enthusiasten. Damals hatten sie auf dem Plan, einen in der Schweiz hergestellten Kinderwagen zu lancieren. Der verhältnismässig kleine ...
Die ursprünglichen Gründer des Kinderwagen-Vermietunternehmens Loopi, welches in Muri seinen Servicepunkt hat, waren eine Gruppe junger Enthusiasten. Damals hatten sie auf dem Plan, einen in der Schweiz hergestellten Kinderwagen zu lancieren. Der verhältnismässig kleine Markt und die hohen Entwicklungsund Produktionskosten haben anschliessend rasch zum Umdenken geführt. Manche guten Ideen sind in der heutigen Gesellschaft einfach nicht bezahlt. Das durfte Entwickler und Designer Marco Tramontano damals seinen Kunden vermitteln. Dass er das Unternehmen einst übernehmen würde, hat er damals nicht erwartet.
Wenn Erwin Stöckli sich zurückerinnert und erzählt, dass vor 50 Jahren der Turnerball damit begann, dass die Gäste sich zum Bankett hinsetzten, mag dies verwirrlich klingen. Es tönt aber auch wie höfisches Zeremoniell und erinnert an der Wiener Opernball. Auf alle Fälle würde sich heute niemand mehr so an die Fasnacht begeben. Die Frage ist nun, waren die auch voll maskiert und wie wurde dann die Suppe gelöffelt?
Denn schon wenige Jahrzehnte später gabs kein Essen mehr im Vorfeld eines Balls. Vollmasken und bunte Kostüme waren damals Trend. Dafür wurden jene, welche zu erkennen waren, aufs Korn genommen. Und heute geht man im weitesten Fall halb maskiert, andere viel lieber gut geschminkt oder gesprayt. Aber auch sie gehen nicht ans Bankett, sondern in die Bar und hören Guggenmusik. So ändern auch die Trends in der Fasnacht.
Apropos Fasnacht. Die ersten Veranstaltungen sind bereits Geschichte. Dennoch: So richtig los geht es in Muri am Samstag. Dann gibt der Gemeinderat die Schlüssel der Macht an die Vereinigten Fasnachtsgesellschaften weiter. Und kann (oder könnte) sich in die Ferien verabschieden. Wobei, ist dem heuer wirklich so? Ist doch mit den Neuenburgern bereits eine Fasnachtsgesellschaft verreist. Getreu dem Motto «Fahrin Urlaub» – samt digitalen Kartengrüssen. Urlaub lässt sich bekanntlich auch in Muri machen, an der Fasnacht sowieso.
Die Theaterleute von Beinwil proben für ihr Stück «Keis Wunder, es Wunder» seit ein paar Tagen. Regisseur Walter Küng möchte wenn immer möglich im Freien proben. Die Frage ist nun, ob er Verbindungen zu Petrus hat, der für das Wetter zuständig sei. Die andere Möglichkeit wäre natürlich, dass er es dem Stück gleich macht und auf ein Wunder hofft. Vielleicht hat er dies schon aufgegeben, sodass in den kommenden Wochen an den Probeabenden sich das Wetter von seiner sonnigen, milden Seite präsentiert?
Die «Polizeistunde» kennen heute viele nur noch vom Hörensagen. Im «Storchen» in Mühlau schien sich der Kontrollgang nach den Proben der örtlichen «Musig» besonders gelohnt zu haben. Von Albin Räber erzählt man sich, dass er innert zehn Tagen dreimal zur Kasse gebeten worden sei. Na dann: Prost! --ake/vaw/tst

